Sonntag, Februar 8, 2026
NewsChico: Der Hund, der Olympia-Geschichte schreibt (Milano Cortina 2026)

Chico: Der Hund, der Olympia-Geschichte schreibt (Milano Cortina 2026)

Ein kleiner Maltipoo mit blondem Lockenfell, frecher Schnauze und über vier Millionen Fans im Netz ist gerade das unwahrscheinlichste Gesicht der Olympischen Winterspiele 2026 in Milano Cortina.

Chico heißt der Vierbeiner, und er ist der erste tierische digitale Botschafter in der gesamten Geschichte der Olympischen Spiele.

Kein Witz, kein PR-Gag am Rande. Das Organisationskomitee hat den Internet-Star offiziell ins Team der Digital Ambassadors berufen, gleichberechtigt neben menschlichen Content Creators, Sportlegenden und Prominenten.

Was auf den ersten Blick nach einer netten Social-Media-Aktion wirkt, ist tatsächlich ein Tabubruch. Bisher war die Rolle des digitalen Botschafters ausschließlich Menschen vorbehalten.

Jetzt tippelt ein Hund über das olympische Parkett, trägt die Fackel durch italienische Städte und produziert Inhalte, die Millionen erreichen. Wie es dazu kam, wer hinter Chico steckt und was das Ganze für die Spiele 2026 bedeutet, das schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Wer ist Chico eigentlich?

Chico ist ein Maltipoo, also eine Kreuzung aus Malteser und Zwergpudel. Klein, flauschig, blondes Fell und mit einem Charakter, den sein Herrchen Francesco Taverna gerne als „mattomissile“ (so viel wie „verrücktes Geschoss“) beschreibt.

Auf Instagram läuft der Account unter @iosonochico_ und zählt aktuell über eine Million Follower. Zusammen mit den Reichweiten auf TikTok und anderen Plattformen kommt Chico auf mehr als vier Millionen Fans weltweit.

Das Besondere an Chicos Online-Auftritt: Francesco Taverna, der sich selbst „Il Frikkettone“ nennt, synchronisiert und kommentiert die Videos mit Chicos „Stimme“. Daraus ist eine Art Zeichentrickwelt im echten Leben entstanden, komplett mit eigener Sprache. Chicos Fans heißen „Frollower“, er redet von „Relass“ (Entspannung), „Pussette“ (Küsschen) und „Cicolata“ (Schokolade). An seiner Seite taucht regelmäßig Chicos „Mama“ auf, die Partnerin von Francesco. Zusammen sind die drei ein eingespieltes Team, das mittlerweile drei Bücher veröffentlicht hat: „Ciao, io sono Chico“ (2023), „A tutto Chico“ (2024) und den Roman „Chico – Missione amore“ (2025).

Hinter dem ganzen Spaß steckt aber auch eine klare Botschaft. Francesco Taverna hat es in Interviews so formuliert: „Chico soll zeigen, dass auf dieser Erde nicht nur der Mensch existiert und dass jedes Lebewesen die gleiche Würde hat.“ Das ist kein hohler Spruch, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch alles, was die beiden machen.

Digital Ambassador: Was macht Chico bei Olympia?

Das Organisationskomitee der Winterspiele Milano Cortina 2026 hat insgesamt 12 Digital Ambassadors ernannt. Darunter sind bekannte italienische Content Creator wie Sofia Dalle Rive, Tommaso Cassissa oder die Comedy-Gruppe „Gli Autogol“. Und eben Chico, als einziges nicht-menschliches Mitglied.

Die Aufgabe der digitalen Botschafter: Sie sollen die Werte des Sports in die sozialen Medien tragen, alle Altersgruppen ansprechen und exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Spiele geben. Im Kern geht es darum, ein Publikum zu erreichen, das klassische Sportberichterstattung vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat.

Für Chico sieht das konkret so aus:

  • Sportarten ausprobieren: In seiner ersten Episode besucht er Cortina d’Ampezzo und versucht sich am Curling im Olympiastadion. Die Videos liefen auf den offiziellen Kanälen von Milano Cortina 2026.
  • Hinter die Kulissen schauen: Chico begleitet die Vorbereitungen der Spiele und gibt seinen Fans Einblicke, die man im normalen TV-Programm nicht bekommt.
  • WhatsApp-Kanal: Zusammen mit Chicos Ernennung wurde der offizielle WhatsApp-Kanal von Milano Cortina 2026 gestartet, über den Fans direkt Updates zu den Spielen und Chicos Abenteuern bekommen.
  • Generationen verbinden: Das liest sich erstmal nach einer Standard-Formulierung, ergibt aber bei einem Hunde-Account tatsächlich Sinn. Chicos Inhalte werden von Kindern genauso geschaut wie von Erwachsenen, die mit Wintersport sonst wenig anfangen.

Fackelträger auf vier Pfoten

Der wohl emotionalste Moment von Chicos Olympia-Engagement: Er durfte die olympische Fackel tragen. Im Rahmen des 63 Tage langen Fackellaufs durch alle 110 Provinzen Italiens trugen insgesamt 10.001 Fackelträger die Flamme von Rom bis zur Eröffnungsfeier im San Siro Stadion in Mailand am 6. Februar 2026. Chico lief seinen Abschnitt in Piacenza, getragen und unterstützt von Francesco Taverna, der sich scherzhaft als Chicos „opponierbarer Daumen“ bezeichnete.

Die Tage vor dem Fackellauf hatte Chico in typischer Manier auf Instagram dokumentiert: Er posierte mit einem Trainerhut im Rocky-Stil und trieb seinen „Frikkettone“ durch ein hartes Fitnessprogramm auf einer nebligen Laufbahn, damit der auch ja durchhält. Als der große Tag kam, waren die Straßen voll. Etwas nervös sei Chico gewesen, gab Taverna danach zu, aber er habe seinen Job „mit großer Sorgfalt“ erledigt.

Natürlich gab es auch Kritik. Einige ehemalige Wintersportler, darunter der frühere Langlauf-Olympionik Silvio Fauner, äußerten sich verärgert darüber, dass Influencer und sogar ein Hund die Fackel tragen durften, während echte Olympia-Veteranen übergangen wurden. Infrastrukturminister Matteo Salvini und Sportminister Andrea Abodi kündigten daraufhin ein Gespräch mit den Organisatoren an, um die Auswahlkriterien zu klären.

Warum das Ganze mehr ist als ein netter Social-Media-Stunt

Man kann über einen Hund als Olympia-Botschafter schmunzeln, klar. Aber es steckt eine durchdachte Strategie dahinter, und die hat mit der veränderten Medienlandschaft zu tun.

Reichweite abseits klassischer Kanäle: Olympische Spiele kämpfen seit Jahren darum, jüngere Zielgruppen zu erreichen. Linear-TV verliert bei den unter 30-Jährigen rapide an Bedeutung. Über Creator wie Chico erreicht das Organisationskomitee ein Publikum auf TikTok und Instagram, das einen 90-minütigen Abfahrtslauf im Fernsehen vermutlich nie einschalten würde.

Emotionaler Zugang: Sport-Marketing lebt von Geschichten, die berühren. Und eine der stärksten Geschichten, die man erzählen kann, ist die Verbindung zwischen Mensch und Tier. Chico macht den olympischen Gedanken auf eine Art zugänglich, die kein noch so professioneller Kampagnenfilm hinbekommt.

Inklusivität neu gedacht: Die Botschaft „Jedes Lebewesen hat Würde“ mag sich pathetisch anhören, trifft aber einen Nerv. In einer Zeit, in der Olympische Spiele regelmäßig für Gigantismus und Kommerz in der Kritik stehen, bringt ein kleiner Hund eine sympathische Erdung.

Vorbild für zukünftige Spiele: Was Milano Cortina 2026 mit Chico vormacht, dürfte Nachahmer finden. Tier-Accounts gehören zu den reichweitenstärksten Formaten in sozialen Medien. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Großveranstaltungen ähnliche Konzepte aufgreifen.

Tina und Milo: Die offiziellen Maskottchen im Vergleich

Nicht verwechseln sollte man Chico mit Tina und Milo, den offiziellen Maskottchen der Winterspiele 2026. Die beiden Hermeline (eine Art Marder mit weißem Winterfell) sind die klassischen Symbolfiguren der Spiele, so wie es bei jeder Olympia-Ausgabe animierte Maskottchen gibt.

Der Unterschied: Tina und Milo sind fiktive Figuren, Chico ist ein echter, lebendiger Hund. Während die Maskottchen auf Merchandise, Plakaten und in offiziellen Zeremonien auftauchen, bewegt sich Chico in der digitalen Welt. Beide Konzepte ergänzen sich, statt zu konkurrieren. Tina und Milo geben den Spielen ein visuelles Gesicht, Chico liefert die authentischen Geschichten dazu.

Chico auf Social Media: Die wichtigsten Kanäle

Falls du dir selbst ein Bild machen willst:

  • Instagram: @iosonochico_ (ca. 1 Million Follower)
  • TikTok: Ebenfalls unter dem Chico-Profil, dort mit teils noch höheren Abrufzahlen
  • Offizielle Olympia-Kanäle: Videos und Beiträge auf den Social-Media-Seiten von Milano Cortina 2026
  • WhatsApp-Kanal: Der offizielle Kanal von Milano Cortina 2026, der zusammen mit Chicos Ernennung gestartet wurde

Die Inhalte laufen komplett auf Italienisch mit dem typischen Chico-Slang, sind aber so visuell gestaltet, dass man auch ohne Italienisch-Kenntnisse gut folgen kann.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Chico bei Olympia 2026

Was für ein Hund ist Chico?

Chico ist ein Maltipoo, also ein Mix aus Malteser und Zwergpudel. Er hat blondes, lockiges Fell, ist klein und bekannt für seinen quirligen Charakter. Sein Besitzer Francesco Taverna hat ihn seit etwa drei Jahren.

Warum ist Chico bei den Olympischen Spielen 2026 dabei?

Das Organisationskomitee von Milano Cortina 2026 hat Chico zum offiziellen „Digital Ambassador“ ernannt. Er ist der erste tierische Botschafter in der gesamten olympischen Geschichte. Seine Aufgabe: Olympische Inhalte über soziale Medien verbreiten und ein breites, generationsübergreifendes Publikum erreichen.

Hat Chico wirklich die olympische Fackel getragen?

Ja. Chico trug die Fackel gemeinsam mit seinem Herrchen Francesco Taverna bei einem Abschnitt des Fackellaufs in Piacenza. Er war damit der erste Hund, der jemals als Fackelträger bei Olympischen Spielen fungiert hat.

Wer steckt hinter Chico?

Francesco Taverna, italienischer Content Creator (bekannt als „Il Frikkettone“), ist Chicos Herrchen und die kreative Kraft hinter dem Account. Gemeinsam mit seiner Partnerin, die in den Videos als Chicos „Mama“ auftritt, produziert er die Inhalte. Die drei haben auch mehrere Bücher veröffentlicht.

Ist Chico das Maskottchen der Winterspiele 2026?

Nein. Die offiziellen Maskottchen sind die beiden Hermeline Tina und Milo. Chico ist Digital Ambassador, also Teil des Social-Media-Teams. Die Rollen sind voneinander getrennt, ergänzen sich aber.

Wo kann ich Chicos Olympia-Inhalte sehen?

Auf seinem Instagram-Account @iosonochico_ und auf den offiziellen Social-Media-Kanälen von Milano Cortina 2026 (Instagram, YouTube, TikTok). Außerdem gibt es einen offiziellen WhatsApp-Kanal der Spiele, der mit Chicos Berufung gestartet wurde.

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