Du suchst nach einem digitalen Notizblock, der sich anfühlt wie Papier, aber die Vorteile moderner Technologie mitbringt?
Das Viwoods AiPaper könnte genau das richtige Tablet für dich sein.
Mit nur 4,5 mm Dicke und 370 Gramm Gewicht gehört es zu den leichtesten E-Ink Tablets auf dem Markt.
Ob für die Uni, fürs Büro oder zum Lesen: In diesem Artikel schauen wir uns an, was das Tablet wirklich kann und wo es an Grenzen stößt.
Das AiPaper ist ein Android-basiertes E-Ink Tablet mit 10,65 Zoll Bildschirmdiagonale.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Tablets setzt es auf E-Ink-Technologie, die augenfreundlich ist und kaum Strom verbraucht.
Du kannst darauf schreiben, lesen, Notizen machen und sogar künstliche Intelligenz nutzen, um Texte zusammenzufassen oder Ideen zu organisieren.
Die Besonderheit: Das Tablet kommt ohne Hintergrundbeleuchtung aus, wodurch der Abstand zwischen Stift und Display minimal bleibt.
Das Schreibgefühl kommt echtem Papier damit sehr nahe. Wer abends im Bett lesen will, braucht eine externe Lichtquelle – dafür ist die Darstellung tagsüber knackig scharf.
Technische Highlights im Überblick
- Display: 10,65 Zoll Carta 1300 E-Ink mit 300 PPI Auflösung (2560 x 1920 Pixel)
- Prozessor: Octa-Core MT8788 mit 2,0 GHz
- Speicher: 4 GB RAM und 128 GB interner Speicher (für rund 20.000 Bücher oder 2,4 Millionen Seiten Notizen)
- Gewicht: Nur 370 Gramm bei 4,5 mm Dicke
- Betriebssystem: Android 13 mit Zugang zum Google Play Store
- Akku: Langlebig genug für mehrere Tage intensiver Nutzung
- Stift: Wacom EMR Stylus mit austauschbaren Spitzen, benötigt kein Aufladen
Das Tablet ist eines der dünnsten und leichtesten in seiner Klasse. Du merkst den Unterschied sofort, wenn du es in die Hand nimmst.
So fühlt sich das Schreiben an
Ein großer Pluspunkt ist das papierähnliche Schreibgefühl. Der mitgelieferte Stylus (W2 Stylus Pro) gleitet über die leicht raue Oberfläche und erzeugt eine natürliche Reibung. Wer gerne mit Füllfederhalter auf hochwertigem Papier schreibt, wird diesen Unterschied zu glatten Glasoberflächen schätzen.
Die Reaktionszeit ist minimal. Wo du den Stift aufsetzt, erscheint sofort die Linie. Bei schnellem Schreiben gibt es keine merkbare Verzögerung. Verschiedene Stiftarten stehen zur Wahl: Bleistift, Kugelschreiber, Marker und sogar ein Kalligraphie-Stift. Für kreative Zeichnungen gibt es nur drei Pinseloptionen – etwas wenig.
Der Stift selbst ist ein Wacom EMR Stylus, der ohne Batterie funktioniert. Das ist praktisch, weil du nie ans Aufladen denken musst. Fünf Ersatzspitzen liegen bei, darunter zwei langlebige und drei mit besonders glatter Oberfläche.
Was kann die KI-Integration?
Viwoods hat künstliche Intelligenz direkt ins System integriert. Per Knopfdruck am unteren Rand des Tablets rufst du ChatGPT-4o oder GPT-4o-mini auf. Das ist nützlich, wenn du schnell etwas nachschlagen, einen Text zusammenfassen oder eine Idee ausarbeiten willst.
Beispiele aus der Praxis:
- Handschriftliche Notizen aus einem Meeting können automatisch in getippten Text umgewandelt werden
- Du kannst Textabschnitte markieren und direkt übersetzen lassen
- Die KI hilft beim Strukturieren von Gedanken oder beim Verfassen von E-Mails
Jedoch funktioniert die KI nur mit Internetverbindung. Offline bleibt diese Funktion stumm. Manche Leute finden den KI-Button auch etwas unpraktisch platziert – beim Schreiben im unteren Bereich des Bildschirms löst man ihn versehentlich aus.
Der Daily Planner hält dich organisiert
Eine der cleveren Funktionen ist die Daily-App. Sie kombiniert Kalender, Aufgabenverwaltung und Dokumententracking in einer Ansicht. Du siehst auf einen Blick, was heute ansteht, welche Notizen zu welchem Tag gehören und wo sich deine wichtigsten Dateien befinden.
Die Synchronisation mit Google Kalender und Outlook funktioniert reibungslos. Einmal eingerichtet, erscheinen alle Termine automatisch auf dem Tablet. Für alle, die gerne analog planen, aber digital synchronisiert bleiben wollen, ist das eine gute Lösung.
Zusätzlich gibt es eine Meeting-App speziell für Besprechungsnotizen, eine Paper-App für freies Schreiben und eine Learning-App zum Lesen und Kommentieren von PDFs und E-Books.
Dateien übertragen und synchronisieren
Das AiPaper unterstützt mehrere Wege, um Dateien zu übertragen:
- Cloud-Dienste: OneDrive, Google Drive und Dropbox lassen sich direkt einbinden
- WLAN-Transfer: Dateien können im lokalen Netzwerk übertragen werden
- Bluetooth: Für kabellose Übertragung kleinerer Dateien
- USB-C Kabel: Für schnelle Übertragung größerer Mengen
- ViTransfer: Eine eigene App von Viwoods, die den Austausch über einen Server ermöglicht
Die meisten Cloud-Dienste funktionieren gut. Einige Nutzer haben bemängelt, dass die WLAN- und USB-Übertragung vom MacBook Pro nicht immer zuverlässig läuft. Es scheint Kompatibilitätsprobleme zu geben.
Android 13 mit Google Play Store
Im Gegensatz zu vielen anderen E-Ink Tablets ist das AiPaper ein vollwertiges Android-System mit Zugang zum Play Store. Du kannst also deine Lieblings-Apps installieren: Kindle, OneNote, Evernote, Notion und viele mehr.
Die Android-Version ist nicht ganz aktuell (Android 13 statt 16). Trotzdem ist das System flüssig und reagiert schnell. Im Alltag merkst du davon nichts. Apps wie OneNote laufen stabil, auch wenn das Scrollen in großen Dokumenten manchmal ruckelt.
Der App-Support ist ein großer Vorteil gegenüber geschlossenen Systemen wie reMarkable. Ohne Google Play Integrity funktionieren manche Banking-Apps oder sehr sicherheitskritische Anwendungen nicht.
Akkulaufzeit und Ladezeit
E-Ink-Displays verbrauchen nur beim Seitenwechsel Strom. Das macht das AiPaper extrem sparsam. Bei normaler Nutzung hält der 2580 mAh Akku mehrere Tage durch – selbst wenn du täglich mehrere Stunden schreibst und liest.
Wer das Tablet intensiver nutzt, etwa mit aktivierter WLAN-Verbindung und vielen App-Wechseln, kommt auf etwa zwei bis drei Tage. Das ist deutlich weniger als bei reinen E-Readern, aber für ein vollwertiges Android-Tablet immer noch beachtlich.
Schnellladen gibt es nicht. Das Aufladen über USB-C dauert einige Stunden. Kabelloses Laden wird ebenfalls nicht unterstützt. Bei zukünftigen Modellen wäre Luft nach oben.
Was fehlt dem AiPaper?
So gut das Tablet in vielen Bereichen ist, ein paar Dinge vermissen wir:
Keine Hintergrundbeleuchtung: Während das AiPaper Mini eine einstellbare Frontbeleuchtung hat, fehlt sie beim großen Modell komplett. Abends im Bett lesen geht nur mit Nachttischlampe. Das ist Geschmackssache – manche schätzen gerade das papiernahe Gefühl ohne Lichtschicht zwischen Stift und Display.
Kein Lautsprecher: Das Tablet hat keinen eingebauten Lautsprecher. Sprachnotizen abspielen oder Hörbücher hören funktioniert nur mit Bluetooth-Kopfhörern. Das ist umständlich.
Kein Gyroskop: Ein automatischer Wechsel zwischen Hoch- und Querformat fehlt. Du musst manuell in den Einstellungen umschalten. Beim Lesen von PDFs im Querformat ist das nervig.
Kein Querformat-Modus für alle Apps: Manche Apps laufen nur im Hochformat. Für die Split-Screen-Funktion, die sich viele Nutzer wünschen, wäre Querformat essentiell.
Tasten können stören: Die drei Tasten am unteren Rand (Zurück, Home, KI) sind sehr empfindlich. Beim Schreiben im unteren Bereich löst man sie schnell versehentlich aus. Eine Deaktivierungsoption wäre hilfreich.
Notizen machen beim Lesen – ein Schwachpunkt
Wer wissenschaftlich arbeitet oder viel mit PDFs hantiert, stößt auf eine Einschränkung: Es ist umständlich, ausführliche Notizen beim Lesen zu machen. Die Ränder in PDFs sind oft zu schmal für längere Anmerkungen. Eine Picking-App gibt es zwar, die erlaubt, Screenshots mit Notizen zu versehen – aber eine echte Split-Screen-Ansicht mit PDF auf der einen und Notizen auf der anderen Seite fehlt.
Für manche Workflows ist das ein Dealbreaker. Wer in der Uni ständig Paper durcharbeitet und nebenbei Exzerpte schreibt, muss zwischen Apps hin- und herspringen. Das bricht den Lesefluss.
Ein Split-Screen-Modus soll in einem zukünftigen Software-Update kommen. Bis dahin bleibt es bei Workarounds wie dem Wechseln zwischen zwei Tablets oder dem Hin- und Herspringen zwischen Learning-App und Paper-App.
Ordnerstruktur und Dateiverwaltung
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Dateiverwaltung. Anfangs landeten alle Dokumente in einem einzigen großen Ordner – sehr unübersichtlich bei Dutzenden oder Hunderten von Dateien. Nach einem Update hat Viwoods ein normales Ordnersystem eingeführt. Das funktioniert jetzt besser, ist aber immer noch nicht so ausgefeilt wie bei etablierten Systemen.
Es fehlen erweiterte Filteroptionen, Tags oder eine intelligente Suchfunktion, die auch handschriftliche Notizen durchsucht. Das ist bei 128 GB Speicher und potenziell Tausenden von Dokumenten ein echtes Manko.
Für wen lohnt sich das Viwoods AiPaper?
Das Tablet richtet sich an alle, die:
- Viel schreiben: Studenten, Journalisten, Autoren – wer täglich handschriftliche Notizen macht, wird das papierähnliche Gefühl lieben
- Augenfreundlich lesen wollen: E-Ink belastet die Augen deutlich weniger als LC-Displays. Für Vielleser ein Segen
- Flexibilität schätzen: Dank Android und Play Store kannst du das Tablet genau so einrichten, wie du es brauchst
- Digital organisiert bleiben: Die Kalender-Integration und Cloud-Anbindung machen es einfach, den Überblick zu behalten
Weniger geeignet ist es für:
- Menschen, die abends im Bett ohne Lampe lesen wollen (dann besser zum AiPaper Mini greifen)
- Wer viele Zeichnungen mit komplexen Pinseln erstellen will (die Auswahl ist begrenzt)
- Nutzer, die Split-Screen dringend brauchen (noch nicht verfügbar)
- Alle, die ein günstiges Einstiegsgerät suchen (der Preis ist hoch)
Wo kann man das Viwoods AiPaper kaufen?
Du findest das Tablet sowohl direkt auf der Viwoods-Website als auch bei Amazon. Der offizielle Preis liegt bei knapp 550 Euro, oft gibt es Rabattaktionen.
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Beim Kauf direkt bei Viwoods gibt es eine 100-Tage-Testphase. Das ist großzügig und nimmt das Risiko aus dem Kauf. Wenn dir das Tablet nicht gefällt, schickst du es einfach zurück. Bei Amazon gilt die normale 30-Tage-Rückgabefrist.
Im Lieferumfang enthalten sind:
- Das AiPaper Tablet
- W2 Stylus Pro
- Schutzhülle (Folio Cover)
- 5 Ersatzspitzen für den Stift
- USB-C Kabel
- Schnellstartanleitung
Alternative E-Ink Tablets im Vergleich
Falls du dich fragst, wie das AiPaper im Vergleich abschneidet:
reMarkable 2: Minimalistischer, keine Apps, dafür extrem fokussiert aufs Schreiben. Teurer, wenn man Stift und Hülle dazukauft.
Boox Note Air: Ähnliche Größe, ebenfalls Android, hat Frontbeleuchtung und mehr Farboptionen. Dafür dickerer Bildschirm mit mehr Abstand zwischen Stift und Tinte.
Supernote Manta: Speziell für Notizen optimiert, proprietäres System ohne Android-Apps. Sehr gute Handschrifterkennung.
Kindle Scribe: Günstiger, aber stark ans Amazon-Ökosystem gebunden. Weniger flexibel bei Notizen-Apps.
Das AiPaper punktet vor allem mit der Kombination aus papierähnlichem Schreibgefühl und der Offenheit von Android. Wer beides will, findet kaum Alternativen in dieser Gewichtsklasse.
Gibt es verschiedene Modelle?
Ja, Viwoods bietet neben dem großen AiPaper auch das AiPaper Mini (8,2 Zoll) und den AiPaper Reader (6,13 Zoll) an.
Das Mini hat eine einstellbare Frontbeleuchtung mit 20 Helligkeitsstufen und wiegt nur 230 Gramm. Perfekt für unterwegs, passt in jede Jackentasche. Der Preis liegt bei rund 420 Euro.
Der Reader ist das kleinste Modell und hat 4G-Unterstützung. Du kannst damit sogar telefonieren und SMS schreiben – aber nur mit Kopfhörern, da kein Lautsprecher verbaut ist. Mit knapp 140 Gramm ist er ultraleicht. Kostet etwa 290 Euro.
Alle drei Modelle laufen mit Android und haben Zugang zum Play Store. Der Hauptunterschied liegt in Größe, Gewicht und Extras wie Frontbeleuchtung oder Mobilfunk.
Software-Updates und Zukunft
Viwoods verspricht fünf Jahre Software-Support. Das ist länger als bei vielen Konkurrenten (Boox bietet drei Jahre). Das Unternehmen veröffentlicht regelmäßig Firmware-Updates mit neuen Funktionen und Bugfixes.
Geplante Features für kommende Updates:
- Split-Screen-Modus für paralleles Lesen und Schreiben
- Verbesserte Handschrifterkennung in allen Apps
- Erweiterte Ordnerverwaltung mit Tags
- Mehr Zeichenwerkzeuge
- Lokale KI-Modelle für Offline-Nutzung
Viwoods hört auf Nutzerfeedback. Viele Funktionen, die heute im System sind, wurden auf Wunsch der Community hinzugefügt. Das ist ein gutes Zeichen für die Langlebigkeit des Tablets.
Fazit: Ein fast perfektes E-Ink Tablet
Das Viwoods AiPaper ist eines der besten E-Ink Tablets, die du aktuell kaufen kannst – wenn du bereit bist, für Qualität zu bezahlen. Es ist ultradünn, federleicht und bietet ein Schreibgefühl, das echtem Papier sehr nahekommt.
Die Integration von Android macht es flexibel. Die KI-Funktionen sind praktisch, wenn auch kein Muss. Die Kalender-Synchronisation hilft, organisiert zu bleiben.
Schwachstellen gibt es: Fehlende Hintergrundbeleuchtung, kein Lautsprecher, kein Split-Screen (noch nicht) und ein stolzer Preis. Wer diese Punkte verkraften kann, bekommt ein Tablet, das wirklich Spaß macht.
Für Studenten, Autoren, Lehrer oder alle, die viel handschriftlich arbeiten, ist das AiPaper eine echte Empfehlung. Es verbindet die Ruhe und Konzentration von Papier mit den Vorteilen digitaler Organisation.
