Spirulina kennen die meisten als grünes Pulver oder Kapseln aus dem Drogeriemarkt. My Spirulina geht einen komplett anderen Weg: Das Startup aus Kiel will, dass du die Mikroalge frisch zuhause anbaust und täglich erntest. Statt verarbeitetes Pulver aus Fernost gibt es lebendige Spirulina von der eigenen Fensterbank.
Hinter My Spirulina stehen Ben Schwedhelm und Sara Farzaneh. Die Geschichte ist ziemlich ungewöhnlich: Alles fing im Biologie-Unterricht an, dann folgte ein Aufenthalt in Korea, wo Ben die Algenkultur hautnah erlebte. In Asien sind Algen ein fester Bestandteil der Ernährung, in Deutschland fehlte bis dato eine Möglichkeit, frische Spirulina selbst zu produzieren. Nach langen Tüftelphasen in der eigenen Küche stand das Konzept.
Natürlicher Farbstoff · Phycocyanin aus Mikroalge · vegan · geschmacksneutral
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand. Stand: 29.03.2026
Das Starter-Set enthält alles, was du brauchst: ein Growglas, Starterkulturen, Nährsalze, Filter und Erntehilfen. Die Spirulina wächst in einem geschlossenen System, du kontrollierst selbst, was reinkommt und was nicht. Die geerntete Paste lässt sich direkt in Smoothies, Müsli oder Salate mischen. Die Gründer erklären, dass frische Spirulina deutlich nährstoffreicher als getrocknetes Pulver ist, weil Vitamine, Mineralien und Pigmente wie Phycocyanin bei der Trocknung teilweise verloren gehen.
My Spirulina in Die Höhle der Löwen
Bei Die Höhle der Löwen suchen Ben und Sara 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Das Geld soll in Marketing und Vertrieb fließen. Die Vorbewertung liegt bei 1,8 Millionen Euro.
Das Konzept ist nischig, keine Frage. Aber die Idee, sich unabhängig von industriell verarbeitetem Superfood zu machen und stattdessen selbst zu ernten, trifft einen Nerv bei gesundheitsbewussten Leuten. Ob das reicht, um die Löwen zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Ein klassisches Massenprodukt ist My Spirulina nicht, aber wer sich für pflanzliches Protein, Nachhaltigkeit und unverarbeitete Lebensmittel interessiert, findet das Konzept spannend.
