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Seriös/Abo-Falle? – Produkttester werde vermeiden?

Produkttester werden: Wie du seriöse Anbieter erkennst und Abo-Fallen vermeidest

Du scrollst durch Social Media, siehst Werbung für „Gratis Produkttests“ und denkst dir: Klingt cool, kostenlos neue Sachen ausprobieren und behalten?

Aber Moment – ist das wirklich so unkompliziert, wie es aussieht? Oder steckst du plötzlich in einem Abo fest, das du nie wolltest?

In diesem Artikel zeige ich dir, wie Produkttester-Plattformen funktionieren, worauf du bei der Anmeldung achten solltest und wie du echte von fragwürdigen Anbietern unterscheidest.

Was ist Produkttesten überhaupt?

Unternehmen schicken dir Artikel nach Hause – Kosmetik, Elektronik, Lebensmittel, Haushaltsprodukte – und im Gegenzug füllst du einen Fragebogen aus oder schreibst eine Bewertung.

Klingt fair: Die Firma bekommt ehrliches Feedback, du darfst das Produkt behalten.

Das Konzept an sich ist völlig legitim. Große Marken investieren jährlich Millionen in Marktforschung, und echte Meinungen von Konsumenten sind da Gold wert. Einige Plattformen arbeiten transparent und seriös – andere nutzen das Versprechen kostenloser Produkte, um dich in kostenpflichtige Verträge zu locken.

Wie läuft die Anmeldung normalerweise ab?

Typischerweise gibst du Name, Adresse, Geburtsdatum und manchmal Interessen an. Seriöse Anbieter fragen deine Produktpräferenzen ab, damit sie dir passende Tests vorschlagen können. Manche arbeiten mit einem Punktesystem, andere wählen Tester zufällig aus.

Was legitim ist:

  • Anmeldung ohne Bankdaten
  • Klare Infos darüber, was dich erwartet
  • Keine automatischen Abos
  • Transparente Kontaktdaten im Impressum

Was du hinterfragen solltest:

  • Formulare, die Kreditkartennummern oder IBAN verlangen
  • Versteckte Häkchen bei „AGB akzeptieren“, die ein Abo auslösen
  • Unklare Impressumsangaben (z. B. nur US-Adressen ohne deutschen Ansprechpartner)
  • Vage Versprechen wie „Du wirst definitiv 5 Produkte pro Monat erhalten“

Der Fall gratis-produkttests.info und ähnliche Seiten

Nehmen wir als Beispiel gratis-produkttests.info – eine Seite, die mit kostenlosen Produkttests wirbt. Die Anmeldung wirkt simpel: Name, Geburtsdatum, fertig. Auf der Seite steht, dass 2024 über 285.000 Produkte verschickt wurden, der Warenwert lag bei 2,4 Millionen Euro. Hört sich beeindruckend an.

Aber: Im Impressum taucht eine US-Firma auf – Greenbird Marktforschung LLC aus Wyoming. Die Kontaktdaten führen zu einer deutschen Telefonnummer und einer E-Mail, die in mehreren Warnmeldungen als nicht erreichbar beschrieben wird. Und genau hier wird es kritisch.

Was Nutzer berichten

Viele Betroffene schildern einen ähnlichen Ablauf:

  1. Sie melden sich für „kostenlose Produkttests“ an
  2. Während oder nach der Registrierung erscheint ein Hinweis auf ein „Gratis-Probeabo“ einer Zeitschrift – oft Hörzu, Gala, Brigitte oder Focus
  3. Wochen später kommt Post von Firmen wie Medien Total GmbH oder PVZ Pressevertriebszentrale mit einer Rechnung für ein Jahresabo (oft rund 50-150 Euro)
  4. Die versprochenen Produkte? Kommen nie an

Manche Betroffene berichten zusätzlich von unerwünschten Anrufen, bei denen angebliche „Gewinne“ versprochen werden – natürlich nur gegen Angabe der Bankdaten.

Wie funktioniert die Abo-Falle?

Das Muster ist simpel: Während du dich als Produkttester registrierst, sollst du „zur Bestätigung“ oder „als Dankeschön“ eine Zeitschrift auswählen. Oft steht dort in Fettdruck „Gratis“ oder „6 Wochen kostenlos“. Im Kleingedruckten – wenn überhaupt sichtbar – versteckt sich der Hinweis, dass sich das Abo automatisch in ein kostenpflichtiges Jahresabo verwandelt.

Rechtlich ist das problematisch: Deutsche Verbraucherschützer und die österreichische Watchlist Internet kritisieren, dass der Button keine eindeutige Formulierung wie „Zahlungspflichtiges Abo bestellen“ trägt. Ohne klare Kennzeichnung ist so ein Vertrag oft ungültig.

Was tun, wenn du betroffen bist?

Falls du dich angemeldet hast und jetzt Post von PVZ, Medien Total oder ähnlichen Firmen bekommst:

1. Widerruf einlegen Du hast 14 Tage Widerrufsrecht ab Vertragsschluss. Schreibe eine E-Mail oder einen Brief mit klarer Formulierung: „Hiermit widerrufe ich den Vertrag [Kundennummer, Datum] fristgerecht.“ Bewahre alle Bestätigungen auf.

2. Keine Panik bei Mahnungen Viele Betroffene berichten, dass trotz Widerruf Zahlungsaufforderungen kommen. Oft sind diese automatisiert. Bleib ruhig, dokumentiere alles und wiederhole notfalls deinen Widerruf schriftlich per Einschreiben.

3. Verbraucherzentrale kontaktieren Die Verbraucherzentrale Bayern und andere Stellen haben bereits Warnungen zu solchen Praktiken veröffentlicht. Hol dir professionelle Beratung, wenn du unsicher bist.

4. Bank informieren Falls du Bankdaten angegeben hast und Beträge abgebucht wurden, kontaktiere sofort deine Bank. Lastschriften kannst du innerhalb von 8 Wochen (bei fehlender Autorisierung sogar 13 Monate) zurückbuchen lassen.

Gibt es auch seriöse Anbieter?

Ja, definitiv. Plattformen wie empfohlen.de werden in mehreren Quellen als vertrauenswürdig genannt. Dort funktioniert Produkttesten über ein Punktesystem: Du schreibst Bewertungen, sammelst Punkte und kannst diese gegen Produkte eintauschen. Keine versteckten Abos, keine dubiosen Anrufe.

Merkmale seriöser Anbieter:

  • Deutsches Impressum mit ladungsfähiger Adresse
  • Erreichbarer Kundenservice
  • Klare Regeln, wie die Produktvergabe funktioniert
  • Keine Pflicht zur Angabe von Zahlungsdaten
  • Positive Nutzerbewertungen auf unabhängigen Plattformen (Trustpilot, Verbraucherschutz.de)

Checkliste: So erkennst du fragwürdige Plattformen

  • Impressum fehlt oder zeigt nur ausländische Firmenadressen
    Seriöse Anbieter haben einen deutschen Verantwortlichen.
  • Kontaktdaten funktionieren nicht
    E-Mails kommen zurück, die Hotline ist nie besetzt.
  • Übertriebene Versprechen
    „Du bekommst garantiert 10 Produkte pro Monat!“ – Realistisch ist das selten.
  • Unklare AGB oder versteckte Kosten
    Wenn du das Kleingedruckte lesen musst, um rauszufinden, was dich erwartet, ist das ein rotes Tuch.
  • Zeitschriften-Abos als „Bonus“
    Sobald Zeitschriften ins Spiel kommen, obwohl du dich für Produkttests angemeldet hast, sollten alle Alarmglocken läuten.
  • Schlechte Bewertungen auf Trustpilot oder Verbraucherschutz.de
    Schnelle Google-Suche nach „[Seitenname] Erfahrungen“ hilft enorm.

Ist gratis-produkttests.info seriös?

Die Fakten sprechen eine klare Sprache:

  • Hunderte Beschwerden auf Reddit, Trustpilot und Verbraucherschutz-Portalen
  • Nicht erreichbare Kontaktdaten
  • Berichte über unerwünschte Zeitschriften-Abos
  • Keine nachweisbaren Produktversendungen

Fazit: Die Seite nutzt das Versprechen kostenloser Produkttests, um Nutzer in kostenpflichtige Zeitschriften-Abos zu locken. Von einer Anmeldung ist dringend abzuraten.

Rechtliche Einordnung: Sind solche Praktiken erlaubt?

Nein. In Deutschland schreibt die Button-Lösung (§ 312j BGB) vor, dass bei Online-Bestellungen der Button eindeutig beschriftet sein muss – z. B. „Zahlungspflichtig bestellen“ oder „Kaufen“. Steht dort nur „Anmeldung abschließen“ oder „Weiter“, ist der Vertrag oft unwirksam.

Verbraucherzentralen und Watchlist Internet stufen solche Maschen als Abo-Fallen ein. Betroffene müssen nichts zahlen, wenn sie nicht ausreichend informiert wurden.

Praktische Tipps für sicheres Produkttesten

  1. Recherchiere vorher
    Gib den Seitennamen + „Erfahrungen“ oder „Betrug“ bei Google ein.
  2. Lies das Impressum
    Fehlt es oder steht nur eine US-Adresse dort, Finger weg.
  3. Niemals Bankdaten angeben
    Seriöse Produkttests brauchen keine IBAN.
  4. Screenshots machen
    Speichere die Anmeldeseite, AGB und Bestätigungsmails. Falls Ärger kommt, hast du Beweise.
  5. Misstrauisch bei Zeitschriften
    Sobald Abos auftauchen, brich den Vorgang ab.
  6. E-Mail-Bestätigung prüfen
    Keine Bestätigungsmail erhalten? Dann wurde vermutlich nichts Seriöses ausgelöst – aber speichere trotzdem alle Unterlagen.

Was sagt die Watchlist Internet?

Die österreichische Watchlist Internet warnt explizit vor gratis-produkttests.com (und verwandten Domains wie .org, .info). Sie beschreiben das Vorgehen detailliert:

  • Versteckte Hinweise auf kostenpflichtige Abos
  • Kooperation mit eforybooks.de für Zeitschriften-Abos
  • Nutzer erhalten nie die versprochenen Produkttests

Auch die Verbraucherzentrale Bayern hat eine offizielle Warnung veröffentlicht.

Häufige Fragen (FAQ)

Ich habe mich angemeldet, aber noch keine Post bekommen. Bin ich sicher?
Nicht unbedingt. Manche Abos werden erst Wochen später aktiviert. Prüfe deine E-Mails und notiere dir das Anmeldedatum – so kannst du rechtzeitig widerrufen.

Kann ich verklagt werden, wenn ich nicht zahle?
Unwahrscheinlich. Wenn der Vertrag nicht rechtskonform zustande kam (fehlende Button-Beschriftung, versteckte Kosten), bist du nicht zahlungspflichtig. Bewahre alle Beweise auf und hol dir im Zweifel Rechtsberatung.

Was passiert mit meinen Daten?
Oft werden sie weiterverkauft oder für Werbeanrufe genutzt. Falls du betroffen bist, kannst du bei der Datenschutzbehörde Beschwerde einlegen.

Sind alle Produkttester-Seiten Betrug?
Nein. Es gibt seriöse Plattformen wie empfohlen.de, die transparent arbeiten. Wichtig ist, vorher zu recherchieren.

Ich wurde von einer unbekannten Nummer angerufen und man sprach von einem Gewinn. Was nun?
Auflegen. Niemals Bankdaten am Telefon durchgeben. Seriöse Gewinnspiele kontaktieren dich schriftlich.

Produkttester werden geht – aber nur mit offenen Augen

Kostenlos neue Produkte ausprobieren kann Spaß machen und funktioniert bei seriösen Anbietern einwandfrei. Aber der Markt ist voll von schwarzen Schafen, die mit verlockenden Versprechen Nutzer in Abo-Fallen locken.

gratis-produkttests.info gehört in diese Kategorie. Die Kombination aus nicht erreichbaren Kontaktdaten, US-Impressum ohne deutschen Ansprechpartner, hunderten Beschwerden und dem Muster „Zeitschriften-Abo statt Produkttest“ spricht eine klare Sprache.

Falls du dich bereits angemeldet hast: Keine Panik. Widerruf einlegen, alles dokumentieren und im Zweifel Hilfe holen. Du bist nicht allein – Verbraucherzentralen, Watchlist Internet und Foren sind voll mit Menschen, die dasselbe erlebt haben.

Und für die Zukunft gilt: Lieber fünf Minuten recherchieren als monatelang gegen ungewollte Abos kämpfen. Deine Zeit und deine Nerven sind mehr wert als jedes „Gratis“-Versprechen.

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