Krümel in der Handtasche, Sand im Rucksack, Fusseln im Koffer: Dieses kleine Ärgernis kennt fast jeder, der öfter unterwegs ist.
Susanne Schmekel aus Wangen im Allgäu hatte genau dieses Problem satt und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann Bernd eine ungewöhnlich einfache Lösung: eine kleine, klebrige Kugel, die durch die Bewegung in der Tasche Schmutz, Krümel und Staub aufnimmt. „Mein Naturell ist immer, Probleme zu lösen“, beschreibt die Gründerin ihre Herangehensweise.
Aus der ursprünglichen Idee ist inzwischen ein international aktives Unternehmen geworden. Neben der klassischen Sauberkugel gibt es mittlerweile den Saubergeist, der das gleiche Prinzip auf schwer zugängliche Stellen überträgt, etwa die Mittelkonsole im Auto oder enge Zwischenräume im Regal. Die Produkte werden nach Aussage der Gründer nicht nur in Deutschland verkauft, sondern auch in den USA, in Japan, Taiwan und Korea. Mehr als 1,5 Millionen Kugeln sollen bereits über den Tisch gegangen sein, der Umsatz liegt nach eigenen Worten bei rund 8 Millionen Euro. Damit ist aus einem kleinen Alltagsproblem ein Produkt geworden, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist.
Bekannt wurde das Paar durch seinen Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“. Dort präsentierten Susanne und Bernd Schmekel ihr Produkt den Investoren Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb und boten 250.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Der Auftritt war für die beiden ein weiterer Schritt, aus einem kleinen Alltagshelfer ein größeres Geschäft zu machen.
Wer die Sauberkugel kaufen möchte, findet sie mittlerweile in verschiedenen Farben und Sets, von einzelnen Kugeln bis zu Mehrfachpackungen. Das Grundprinzip ist bei allen Varianten gleich geblieben: Eine äußere Hülle umschließt einen klebrigen Kern, der sich bei Bedarf herausnehmen, abspülen und wieder einsetzen lässt. Genau diese Wiederverwendbarkeit unterscheidet die Kugel von Einweg-Lösungen wie Handstaubsaugern mit Filterbeuteln oder Feuchttüchern.
Wer sich vor dem Kauf einen Überblick verschaffen möchte, sollte wissen, dass die Kugel kein Ersatz für eine gründliche Reinigung ist, sondern eher eine Ergänzung für den Alltag zwischen zwei größeren Aufräumaktionen.
Preise, Farben und Bezugsquellen
Im Handel kostet eine einzelne Sauberkugel meist rund 9,95 Euro, Mehrfachsets mit zwei oder drei Kugeln liegen je nach Farbe und Kollektion zwischen etwa 20 und 25 Euro. Farblich reicht das Angebot von dezenten Tönen bis zu auffälligen Design-Editionen, sodass sich für fast jede Tasche eine passende Optik findet.
Verkauft wird die Kugel über den Online-Shop der Gründer sowie über große Marktplätze. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf die Verkäuferseite: Dort lassen sich Rücksendebedingungen, Zahlungsarten und der Firmensitz meist auf einen Blick prüfen. Wer unsicher ist, ob ein Angebot echt ist, sollte auf ein vollständiges Impressum und nachvollziehbare Kontaktdaten achten, das gilt für kleine Marken genauso wie für große Plattformen.
Was Kundenrezensionen zeigen
Über 650 Rezensionen sind inzwischen zur Sauberkugel zusammengekommen, der Großteil davon mit vier oder fünf Sternen. Immer wieder wird beschrieben, dass die Kugel Krümel und Staub zuverlässig aufnimmt und sich mit etwas Geduld reinigen lässt. Als praktisches Geschenk taucht sie in vielen Rezensionen ebenfalls auf.
Kritische Töne gibt es auch: Manche empfinden die klebrige Wirkung in sehr kleinen oder vollgepackten Taschen als schwächer, andere schildern, dass sich die äußere Hülle nach einiger Zeit von selbst öffnet. Ein Teil der Kundschaft weist zudem darauf hin, dass die Klebkraft mit der Zeit nachlässt. Diese unterschiedlichen Eindrücke zeigen, dass die Kugel gut funktioniert, aber je nach Tasche und Nutzungsdauer unterschiedlich überzeugt.
Für wen sich der Kauf lohnt
Die Sauberkugel passt gut zu allen, die öfter unterwegs sind und ihre Tasche nicht ständig komplett ausräumen möchten. Auch als kleines Geschenk funktioniert sie, weil sie handlich, günstig und schnell erklärt ist.
Weniger sinnvoll ist der Kauf, wenn die Tasche ohnehin selten benutzt wird oder sehr klein ausfällt: Hier fehlt der Kugel oft der Bewegungsspielraum, um wirklich zu arbeiten. Wer regelmäßig gröberen Schmutz oder Sand transportiert, etwa am Strand oder im Sport, sollte die Kugel eher als Ergänzung zur klassischen Reinigung sehen und nicht als vollständigen Ersatz.
Häufige Fragen zur Sauberkugel
Je nach Nutzung reicht es, den klebrigen Kern etwa einmal pro Woche unter warmem Wasser abzuspülen und die letzten Krümel vorsichtig abzuzupfen.
Nein. In sehr kleinen oder sehr vollen Taschen fehlt der Kugel oft der Platz, um sich frei zu bewegen. Am besten funktioniert sie in mittelgroßen bis großen Taschen, Rucksäcken oder Koffern.
Das hängt von der Nutzung ab. Manche Kugeln halten mehrere Jahre, bei anderen lässt die Klebkraft nach einigen Wochen intensiver Nutzung spürbar nach.
Nein, sie ist eher eine Ergänzung. Für eine gründliche Reinigung sollte die Tasche trotzdem gelegentlich ausgeräumt und ausgeklopft werden.



