Eine Kamera für Haus, Garten oder Einfahrt soll vor allem eines: zuverlässig laufen, ohne dass du jeden Monat Gebühren zahlst.
Genau deshalb landen viele bei der Marke aus Hongkong, die mit PoE, Akku, WLAN und LTE eine sehr breite Palette abdeckt.
Bevor du Reolink kaufen willst, lohnt sich aber ein klarer Plan: Wo soll die Kamera hängen, wie viel Auflösung brauchst du wirklich, und passt das gewählte Modell zu deinem Netzwerk?
In diesem Ratgeber gehe ich Schritt für Schritt durch, was dich bei der Auswahl wirklich weiterbringt: die wichtigsten Modellreihen, sinnvolle Bündel, eine Vergleichstabelle der Bestseller und eine Checkliste, die du vor dem Kauf einmal durchgehen solltest.
Welche Reolink-Kamera passt zu welcher Situation?
Die einfachste Frage zuerst: Wo soll die Kamera stehen? Daraus ergibt sich fast automatisch die Technik.
- PoE (Power over Ethernet): Du legst ein Netzwerkkabel, bekommst Strom und Daten in einem. Stabil, störungsfrei, ideal für die Daueraufzeichnung am Haus. Modelle wie die RLC-811A oder die Reolink Duo 3 PoE spielen hier ihre Stärken aus.
- WLAN: Schnell montiert, wenn das Funknetz stark genug ist. Praktisch bei Mietwohnungen oder Carports. Die Reolink Elite WiFi mit Dualband-WLAN ist ein klassischer Vertreter.
- Akku & Solar: Komplett kabellos, oft mit Solarpanel kombinierbar. Perfekt für Schuppen, Gartenhaus oder die abgelegene Hofecke. Die Argus PT Ultra oder die Argus 4 Pro decken das ab.
- LTE / SIM-Karte: Kein Netz vor Ort? Dann läuft die Kamera über Mobilfunk. Modelle wie die Reolink Go PT Ultra oder die TrackMix LTE sind dafür gemacht, etwa am Ferienhaus oder auf der Baustelle.
- Video-Türklingel: Wenn es vor allem um die Haustür geht, sind die Doorbell-Modelle (PoE, WLAN oder mit Akku und Home Hub Mini) eine saubere Lösung.
Wichtig ist auch die Auflösung. 4K (8MP) ist mittlerweile Standard und reicht für die meisten Häuser locker aus. Bei größeren Flächen oder wenn du Nummernschilder oder Gesichter aus der Distanz erkennen willst, sind 12MP oder 16MP sinnvoll, etwa bei der RLC-1240A oder den Duo-Modellen mit zwei Objektiven.
Vergleichstabelle: Beliebte Reolink-Modelle auf einen Blick
| Modell | Typ | Auflösung | Besonderheit | Aktion ab ca. |
|---|---|---|---|---|
| Reolink Altas PT Ultra | Akku/Solar | 4K | 360° + ColorX-Nachtsicht | 152,99 € |
| Argus PT (5/2.4GHz) | Akku/Solar | 2K (4MP) | inkl. Solarpanel | 99,99 € |
| Argus 4 Pro (2er-Set) | Akku/Wi-Fi 6 | 4K, 180° | Vollfarb-Nachtsicht | 283,99 € |
| RLC-811A (2er-Set) | PoE | 4K | 5× optischer Zoom | 216,74 € |
| RLC-1240A (2er-Set) | PoE | 12MP | Farbnachtsicht, IK10 | 216,74 € |
| Reolink Duo 3 PoE (2er) | PoE Dual-Lens | 16MP | 180° Panorama | 335,74 € |
| Reolink TrackMix WiFi | WLAN Dual-Lens | 4K | Auto-Zoom & Tracking | 157,99 € |
| Reolink Go PT Ultra | LTE/SIM | 4K | 4G + Farbnachtsicht | 186,99 € |
| RLK16-800B8 | Komplettsystem | 4K, 8 Cams | 16-Kanal NVR + 4TB | 839,99 € |
| Video Doorbell PoE | Türklingel | 2K+ (5MP) | inkl. Chime | 101,99 € |
Die Preise variieren je nach Aktion. Wenn du gleich zwei oder mehr Kameras brauchst, lohnt ein Blick auf die Bündel-Angebote, hier sparst du oft 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Einzelkauf. Faustregel: Je mehr du kaufst, je günstiger bekommst du es pro Kamera.
Worauf solltest du beim Kauf wirklich achten?
Ein paar Punkte werden in Produkttexten gern überlesen, machen im Alltag aber den Unterschied.
Speicher ohne Abo: Ein großer Pluspunkt der Marke ist die lokale Speicherung. Du nutzt entweder eine microSD-Karte direkt in der Kamera, einen NVR (Netzwerk-Videorekorder) oder das Home Hub System. Damit fallen keine monatlichen Cloud-Gebühren an, ein klarer Vorteil gegenüber vielen Mitbewerbern.
Nachtsicht: Hier gibt es deutliche Unterschiede. Klassische Infrarot-Nachtsicht liefert Schwarz-Weiß-Bilder, ColorX und die neuen Vollfarb-Modi schaffen auch bei wenig Restlicht echte Farbe. Wenn dir nachts die Erkennung von Kleidung oder Fahrzeugfarben wichtig ist, lohnt der Aufpreis.
Smarte Erkennung: Personen-, Fahrzeug- und Paketerkennung filtert Fehlalarme heraus. Du bekommst dann eine Benachrichtigung, wenn wirklich jemand vorbeigeht, nicht bei jedem Ast im Wind.
Schutzklasse: Für außen sollte mindestens IP66 dranstehen, IP67 ist noch besser. IK10 bedeutet zusätzlich Vandalismusschutz, also stabiles Gehäuse gegen Stöße.
Sichtfeld und Zoom: Ein 180°-Panorama wie bei der Duo-Reihe deckt eine Garageneinfahrt komplett ab. Ein 5× oder 16× optischer Zoom (etwa RLC-823S2) ist dann sinnvoll, wenn du entfernte Bereiche detailliert sehen willst.
Checkliste vor dem Kauf
- [ ] Standort geklärt: Innen, außen, geschützt oder voll dem Wetter ausgesetzt?
- [ ] Stromversorgung geplant: Steckdose, Netzwerkkabel, Akku oder Solar?
- [ ] Internetanbindung geprüft: WLAN-Stärke vor Ort getestet, oder LTE nötig?
- [ ] Speicherweg festgelegt: microSD, NVR oder Home Hub?
- [ ] Anzahl der Kameras: Reicht eine, oder lohnt sich ein Bündel?
- [ ] Auflösung passend gewählt: 4K für Standard, 12/16MP für große Flächen?
- [ ] Nachtsicht-Modus: Reicht IR, oder willst du Farbnachtsicht?
- [ ] Rechtliche Lage: Nur dein Grundstück im Bild, keine Nachbarflächen oder Gehwege?
Gerade der letzte Punkt wird gern unterschätzt. In Deutschland darfst du nur dein eigenes Grundstück filmen. Öffentliche Wege oder Nachbargärten dürfen nicht dauerhaft aufgenommen werden, sonst bekommst du Ärger mit dem Datenschutz.
Bündel, Aktionen und Home Hub: Wann lohnt was?
Wenn du mehr als zwei Kameras brauchst, sind die Komplettsysteme mit NVR meist die wirtschaftlichste Wahl. Ein RLK8- oder RLK16-Set bringt Rekorder, Festplatte und vier bis acht Kameras mit, alles aufeinander abgestimmt. Das spart Einrichtungszeit und du musst dich nicht um Kompatibilität kümmern.
Das Home Hub System ist die smartere Alternative für Akku- und Wi-Fi-Kameras: Es speichert lokal, lässt sich auf bis zu acht Kameras erweitern und arbeitet mit microSD-Karten bis 512 GB pro Slot. Praktisch, wenn du nach und nach ausbauen willst.
Ein Tipp zum Schluss: Achte auf die Rabattstaffeln im Warenkorb. Ab 400 € gibt es oft zusätzlich 25 €, ab 800 € sogar 60 € Nachlass. In Kombination mit den Prozent-Aktionen kannst du so richtig Geld sparen, gerade beim Aufbau eines kompletten Sets.
Wer ruhig vergleicht, das eigene Szenario klar definiert und die Checkliste durchgeht, bekommt am Ende genau die Kamera-Lösung, die wirklich zum Zuhause passt, ohne überflüssige Funktionen und ohne Abo-Falle.
