Gekaufter Kaffee verliert nach der Röstung täglich an Aroma. Bis er in der Tasse landet, sind oft Wochen oder Monate vergangen. Genau diesen Punkt haben Stefan Metzenleitner, Thomas Pickhard und Gerald Steger zum Ausgangspunkt ihres Startups gemacht.
Die drei bringen zusammen über 90 Jahre Erfahrung aus der internationalen Kaffeebranche mit und haben 2021 My Home Roast gegründet. Am 31. März 2026 pitchen sie in der österreichischen Investorenshow 2 Minuten 2 Millionen auf PULS 4.
Die Idee dahinter ist so simpel wie überzeugend: Wer Kaffee erst dann röstet, wenn er ihn braucht, bekommt das frischeste Aroma, das überhaupt möglich ist. MyHomeRoast hat dafür einen Röstvollautomaten entwickelt, der laut Gründern der erste haushaltsgeeignete seiner Art auf dem europäischen Markt ist.
Keine Vorkenntnisse nötig, kein Fummelkram, einfach Rohkaffeebohnen einfüllen und starten. Das Gerät übernimmt alles, inklusive eines integrierten, wartungsfreien Rauchabsorbers, der den Betrieb in der eigenen Küche erst alltagstauglich macht. Wer schon mal versucht hat, mit einem herkömmlichen Heimröster in einer Mietwohnung zu rösten, weiß, warum das kein Selbstläufer ist.
Die Röstung läuft bei Niedrigtemperatur, was die wertvollen Inhaltsstoffe der Bohne besser erhalten soll als industrielle Hochtemperaturröstungen. Rohkaffee wird in Papierverpackungen geliefert, ohne Plastik, ohne Alu, ohne Verbundmaterialien. Das ist konsequent und passt zu einem Produkt, das von sich behauptet, Kaffeekonsum grundlegend neu zu denken.
Das Sortiment geht über Kaffee hinaus. Kakaobohnen aus Belize lassen sich mit demselben Röster verarbeiten und anschließend mit einem eigens entwickelten Blender in etwa eineinhalb Minuten zu einem heißen Kakaogetränk ohne Zucker und Zusatzstoffe verarbeiten. Dazu kommen Nüsse wie Haselnüsse und Mandeln, die auf die vorhandenen Röstprogramme abgestimmt sind.
Das macht aus My Home Roast mehr als einen Kaffeeröster, sondern ein breiteres System für naturbelassene Lebensmittel direkt aus der Küche.
Der Vertrieb läuft über einen Mix aus eigenem Onlineshop und Direktvertrieb, teils über sogenannte Kaffee-Partys, bei denen das Produkt direkt beim Kunden zu Hause vorgeführt wird. Das erinnert an das Tupperware-Prinzip und hat in Kaffeeforen bereits für kritische Diskussionen gesorgt. Auch die Preise für Rohkaffee werden dort als vergleichsweise hoch eingestuft, was die Gründer mit der Produktqualität und der gezielten Auswahl der Rohbohnen begründen.
Was My Home Roast bei 2 Minuten 2 Millionen erwartet
Die Gründer gehen mit klaren Erwartungen in die Sendung. Investor Christian Jäger soll bereits während der Aufzeichnung positiv auf das Konzept reagiert haben, eine Zusammenarbeit wird angestrebt. Darüber hinaus erhoffen sich Stefan, Thomas und Gerald mehr Sichtbarkeit für die Marke, neue Vertriebspartner und Lizenzinteressenten in Deutschland und Österreich.
Das Timing passt: Technologieentwicklung und Plattform sind nach eigenen Angaben abgeschlossen und finanziert. Das Kapital soll jetzt in Vertrieb und Marketing fließen, also in die skalierbare Wachstumsphase. Wer in der Sendung einschaltet, wird ein Konzept sehen, das nicht nur ein Gerät verkauft, sondern eine neue Kategorie im Kaffeekonsum beansprucht.
Ob das für die Investoren überzeugend genug ist, zeigt sich am 31. März. Fest steht: Das Problem, das MyHomeRoast löst, ist real. Frisch gerösteter Kaffee schmeckt besser als alter. Das weiß jeder, der einmal direkt nach der Röstung eine Tasse getrunken hat.
FAQ zu My Home Roast
Wann ist My Home Roast bei 2 Minuten 2 Millionen zu sehen?
Am 31. März 2026 auf PULS 4 in der Sendung 2 Minuten 2 Millionen.
Was ist der MyHomeRoast Röstvollautomat?
Ein vollautomatisches Heimgerät zum Rösten von Kaffee, Kakao und Nüssen ohne Vorkenntnisse. Das Gerät hat einen integrierten Rauchabsorber und ist damit küchentauglich. Es soll laut Gründern das erste System dieser Art auf dem europäischen Haushaltsmarkt sein.
Brauche ich Vorkenntnisse zum Rösten?
Nein. Das Gerät übernimmt den gesamten Röstvorgang automatisch. Die Rohbohnen sind auf die vorhandenen Röstprofile abgestimmt, sodass das Ergebnis reproduzierbar und gleichbleibend ist.
Was kostet der Einstieg bei MyHomeRoast?
Ein Starterpaket liegt laut Forenberichten bei rund 745 Euro. Rohkaffeebohnen werden separat bestellt und in Papierverpackungen geliefert.
Wo kann man MyHomeRoast kaufen?
Direkt über myhomeroast.com oder über das Direktvertriebsnetzwerk des Unternehmens.
Kann man mit dem Gerät auch Kakao rösten?
Ja. Kakaobohnen lassen sich mit demselben Röster verarbeiten. In Kombination mit dem MyHomeRoast Blender entsteht daraus ein reines Kakaogetränk ohne Zucker und Zusatzstoffe in etwa eineinhalb Minuten.
