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move2pay Die Höhle der Löwen: 40 % Rabatt, 6,90 € Gebühr

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Rechenbeispiel von move2pay Die Höhle der Löwen: 52,48 € von 131,18 € zahlst du mit Schritten. Wie viel Guthaben ein Schritt bringt, bleibt offen.

Zehntausend Schritte am Tag, und ein paar Wochen später zahlst du damit einen Teil deiner neuen Sportsocken. So ungefähr lässt sich die Idee hinter move2pay zusammenfassen. Die App kommt aus Lustenau in Vorarlberg und Wien und läuft am 19. Oktober um 20:15 Uhr bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX, vorab gibt es die Folge schon auf RTL+. Vor den Löwen stehen Mia Allouche (19) und ihr Vater Karim Allouche (49). Ihr Wunsch: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Rechnerisch ergibt das einen Firmenwert von 3,5 Millionen Euro, und das für eine kostenlose App.

Im Studio sitzen an diesem Abend Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen. Fünf Investoren mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten, von Handel über Tech bis Nachhaltigkeit. Eine App, die Shopping mit Gesundheit verknüpft, passt zumindest auf dem Papier zu mehreren von ihnen.

Das Grundprinzip ist schnell erklärt. Du lädst move2pay auf dein Smartphone, verbindest die App mit deiner Fitness-App und bewegst dich wie sonst auch. Gehen, Laufen, Radfahren, Training im Studio, alles wird erfasst und in ein Bewegungsguthaben umgerechnet. Dieses Guthaben setzt du anschließend im move2pay-Shop bei Partnermarken ein und zahlst damit einen Teil deines Einkaufs. Den Rest überweist du ganz normal.

Die Idee entstand nach Aussage der Gründer vor rund fünf Jahren in der Familie. Der Gedanke dahinter: Viele Leute wissen, dass sie sich mehr bewegen sollten, aber es fehlt der konkrete Anreiz im Alltag. Ein Rabatt beim Einkaufen soll genau dieser Anreiz sein. „Wir wollen Massen in Bewegung bringen“, so beschreiben Mia und Karim Allouche ihren Antrieb.

Ein bekanntes Gesicht haben die beiden schon lange an Bord: Steffen Baumgart, Ex-Profi und Trainer beim SC Paderborn, 1. FC Köln, Hamburger SV und 1. FC Union Berlin, begleitet move2pay seit fünf Jahren als Markenbotschafter. Dass er nicht nur sein Gesicht hergibt, sondern selbst mit Bewegung bezahlt, ist Teil der Geschichte, die das Unternehmen erzählt.

Wie der Pitch ausgeht, lässt sich vor der Ausstrahlung nicht sagen. In den Vorab-Infos heißt es nur, dass mehrere Löwen Potenzial in der Idee sehen. Ob daraus ein Deal zu den gewünschten Konditionen wird, ob die Löwen nachverhandeln oder ob Vater und Tochter ohne Investor gehen, zeigt erst die Sendung. Alles andere wäre an dieser Stelle Spekulation.

So wird aus Schritten ein Rabatt: Guthaben, Gebühr und Partner

Spannend wird es bei den Zahlen, denn hier trennt sich ein nettes Konzept von einem Geschäftsmodell. move2pay nennt auf der eigenen Website ein konkretes Rechenbeispiel: Ein Warenkorb im Wert von 131,18 Euro, davon zahlst du 52,48 Euro mit Bewegung, also 40 Prozent. Dazu kommt eine Servicepauschale von maximal 6,90 Euro, der Versand ist kostenlos. Am Ende überweist du 85,60 Euro statt des vollen Preises.

Die Gebühr ist auch die Antwort auf die Frage, wie das Unternehmen Geld verdient. Die App selbst ist kostenlos, ein Abo gibt es nicht, und die Servicepauschale wird vor jedem Kauf angezeigt. Du kannst also jederzeit nachrechnen, ob sich der Einkauf für dich lohnt. Bei einem kleinen Warenkorb frisst die Pauschale einen guten Teil des Rabatts auf, bei einer größeren Bestellung fällt sie kaum ins Gewicht.

Woher kommt der Rabatt eigentlich? Nach eigener Darstellung bekommt move2pay von den Shop-Partnern bessere Konditionen und reicht diesen Preisvorteil als Guthaben weiter. Für die Marken ist das ein Marketingkanal, der ihnen neue Kundschaft bringt, für dich ist es ein Nachlass, den du dir erlaufen kannst. Oft sind es 40 Prozent des Kaufpreises, manchmal bis zu 50 Prozent.

Zu den Partnern zählen unter anderem SNOCKS, waterdrop, Ankerkraut, PURELEI, OCEANSAPART, CUBE, Biogena, Vetain, Bitterliebe, Pammys, Smartsleep und Vitafant. Das Sortiment reicht von Socken und Unterwäsche über Gewürze, Fahrräder und Sportkleidung bis zu Nahrungsergänzung. Gerade bei Supplements lohnt sich ein kritischer Blick aufs Produkt, bevor der Rabatt zum Kaufargument wird. Eine Orientierung gibt unser Beitrag zu den besten Nahrungsergänzungsmitteln aus Die Höhle der Löwen, falls du dich erst einmal umsehen willst.

Technisch brauchst du keine Smartwatch. Ein Smartphone mit Apple Health oder Health Connect reicht aus. Wer eine Uhr oder einen Tracker hat, kann Fitbit, Garmin, Oura, Polar, Suunto, Withings, Whoop oder MyFitnessPal anbinden. Ein Punkt, der aus Verbrauchersicht offen bleibt: Wie viele Schritte oder Trainingsminuten wie viel Guthaben ergeben, steht nicht öffentlich auf der Website. Hier hilft nur, die App zu installieren und ein paar Tage zu beobachten, was tatsächlich auf dem Konto landet.

Ein paar Zahlen zur Größe: Das Unternehmen selbst nennt mehr als 50.000 App-User, über 37.000 Bestellungen und 1.021.798 Euro, die bisher mit Bewegung bezahlt wurden. Überprüfen lassen sich diese Werte von außen nicht, sie stammen von move2pay.

Datenschutz, Firma hinter der App und offene Punkte

Bei einer App, die deine Gesundheitsdaten auswertet, ist die Datenfrage keine Nebensache. move2pay erklärt dazu, dass Fitness- und Gesundheitsdaten nicht an die Shop-Partner weitergegeben werden, die Verarbeitung DSGVO-konform läuft und du die Verbindung zur Fitness-App jederzeit trennen kannst. Das ist eine Selbstauskunft des Unternehmens, aber zumindest eine klare und nachlesbare. Wer es genau wissen will, sollte die Datenschutzerklärung vor dem Verbinden lesen und prüfen, welche Datenkategorien tatsächlich übertragen werden.

Hinter der App steht die SVAX GmbH mit Sitz im Millennium Park 20 in 6890 Lustenau, Österreich. Im Impressum findest du UID-Nummer, Firmenbuchnummer, eine E-Mail-Adresse (hello@move2pay.de) und eine kostenlose Rufnummer (0800 40 03 011). Diese Punkte lassen sich leicht nachvollziehen, und das ist mehr, als manche Shopping-App bietet. Die Firma ist eine österreichische GmbH, der deutsche Markt wird also aus dem Nachbarland bedient. Für Rückgaben und Widerruf gelten die AGB von move2pay, die du vor der ersten Bestellung durchlesen solltest, denn der Kauf läuft über den move2pay-Shop und nicht direkt bei der Marke.

Was taugt das Ganze nun im Alltag? Realistisch betrachtet ist move2pay kein Nebenverdienst, sondern ein Rabattprogramm mit Bewegungsbindung. Wer ohnehin bei SNOCKS oder waterdrop bestellt und sowieso viel zu Fuß unterwegs ist, bekommt einen echten Preisvorteil. Wer nur wegen des Guthabens Dinge kauft, die er nicht braucht, spart am Ende nichts. Und wer selten Bewegung in den Tag bringt, sammelt auch wenig.

Drei Dinge würde ich vor dem Start klären: Erstens, ob die Partnermarken überhaupt zu deinem Einkaufsverhalten passen. Zweitens, wie hoch der Guthabenanteil beim konkreten Produkt ist, denn 40 Prozent ist eine Größenordnung, keine Garantie. Drittens, ob dir die Pauschale von bis zu 6,90 Euro bei deinem typischen Warenkorb nicht den Vorteil auffrisst.

Nach der Ausstrahlung am 19. Oktober ergänzen wir hier, ob und mit wem ein Deal zustande kam. Bis dahin gilt: Konzept, Partner und Gebührenmodell sind transparent dargestellt, der Rest muss sich in der Praxis beweisen.

Häufige Fragen zu move2pay

Kostet move2pay etwas?

Die App ist kostenlos und ohne Abo, für iOS und Android. Pro Bestellung fällt eine Servicepauschale von maximal 6,90 Euro an, die vor dem Kauf angezeigt wird. Der Versand ist kostenlos.

Wie viel vom Einkauf kann ich mit Bewegung bezahlen?

Oft rund 40 Prozent, bei manchen Produkten bis zu 50 Prozent. Der genaue Anteil hängt vom Produkt ab und wird dir im Warenkorb angezeigt.

Brauche ich eine Smartwatch?

Nein. Ein Smartphone mit Apple Health oder Health Connect reicht. Zusätzlich werden Fitbit, Garmin, Oura, Polar, Suunto, Withings, Whoop und MyFitnessPal unterstützt.

Kann ich das Guthaben auszahlen lassen?

Das Guthaben ist für den move2pay-Shop gedacht. Zu einer Auszahlung in Euro gibt es in den öffentlich einsehbaren Infos keine Aussage, dazu solltest du die FAQs in der App oder die AGB lesen.

Haben die Gründer einen Deal bekommen?

Das steht erst mit der Ausstrahlung am 19. Oktober fest. Gefragt waren 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile, mehr ist vorab nicht bekannt.

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