HaushaltMobile Klimaanlage Test: Die 5 besten Klimageräte im Vergleich

Mobile Klimaanlage Test: Die 5 besten Klimageräte im Vergleich

Irgendwann reicht es mit der Hitze. Draußen mag es sich noch aushalten lassen, aber in den eigenen vier Wänden wird es schnell unangenehm. Mobile Klimageräte sind dann die naheliegendste Lösung, weil keine Installation nötig ist und sich die Geräte flexibel aufstellen lassen.

Fünf der meistgekauften Modelle wurden dafür genauer unter die Lupe genommen: die De’Longhi Pinguino PAC EX105, das Klarstein Kraftwerk Smart, die Bosch Cool 5000, die AEG Chillflex Pro und die Comfee MPPH-07CRN7.

Auf den ersten Blick sehen sich mobile Klimaanlagen erschreckend ähnlich. Wer genauer hinschaut, entdeckt aber deutliche Unterschiede. Kühlleistung, Lautstärke, Energieverbrauch und Lieferumfang machen am Ende den Unterschied zwischen einer guten und einer enttäuschenden Kaufentscheidung.

Getestet wurde in einem Büro mit 45 m² Fläche, das morgens bereits auf über 28 bis 29 Grad aufgeheizt war. Keine einfachen Bedingungen, aber genau das macht den Vergleich aussagekräftig. Hier sind die Ergebnisse.

Die 5 Modelle im direkten Überblick

ModellLautstärke (max.)Verbrauch/StundeJahreskosten (4 Monate)RaumgrößePlatzierung
De’Longhi PAC EX10556 dB18 Cent80-90 €bis 40 m²1. Platz
Klarstein Kraftwerk Smart70 dB28 Cent~170 €k. A.2. Platz
Bosch Cool 500061 dB19 Cent~91 €bis 46 m²3. Platz
AEG Chillflex Pro53 dB21 Cent100-120 €bis 35 m²4. Platz
Comfee MPPH-07CRN764 dB18 Cent~87 €bis 33 m²5. Platz

Platz 1: De’Longhi Pinguino PAC EX105

Die De’Longhi hat den Vergleich gewonnen, obwohl der erste Eindruck gemischt war. Mit rund 762 Euro gehört sie zu den teureren Modellen, und eine ordentliche Fensterabdichtung liegt nicht im Lieferumfang. Wer kein Rolladen- oder Schiebefenster hat, muss nachrüsten, was allerdings mit günstigen Nachrüstsets problemlos funktioniert.

Das Display sitzt etwas ungünstig tief, die Fernbedienung ohne eigenes Display ist nur Mittelmaß, und eine App gibt es nicht. Klingt nach viel Kritik. Was die De’Longhi aber dann ausmacht, sind die Werte, die wirklich zählen.

Die Kühlleistung ist solide und effizient. In einer Stunde sank die Raumtemperatur um knapp 2 Grad, nach vier Stunden stabilisierte sich der Raum bei etwa 24,6 Grad. Das liegt zwar über einem Wunschziel von 21 Grad, ist aber für ein 45 m² Büro mit starker Sonneneinstrahlung ein respektabler Wert. Hinzu kommt eine Nennleistung von nur 650 Watt und die Energieeffizienzklasse A++. Pro Stunde verursacht das ungefähr 18 Cent Stromkosten. Bei vier heißen Monaten im Jahr summiert sich das auf rund 80 bis 90 Euro.

Die Lautstärke beträgt maximal 56 dB und fällt im Silent Mode auf 51 bis 52 dB. Auch nächtlicher Betrieb ist damit gut möglich.

Ein cleveres Detail: Das Pinguino-Modell nutzt das gesammelte Kondenswasser, um die Kühlung intern zu verbessern. Das macht das System effizienter als vergleichbare Geräte.

Platz 2: Klarstein Kraftwerk Smart

Das Klarstein Modell punktet mit dem besten Lieferumfang im Vergleich. Eine fast 4 Meter lange Fensterabdichtung liegt bei, was für die meisten handelsüblichen Fenster ausreicht. Dazu kommt das einzige Modell mit App-Steuerung. Per WLAN lässt sich die Klimaanlage von unterwegs vorab einschalten oder ein Zeitplan einrichten. Außerdem zeigt die App die aktuelle Raumtemperatur an, was kein anderes Modell im Vergleich bietet.

Die Kühlgeschwindigkeit ist die höchste im Vergleich. Innerhalb einer Stunde wurden fast 3 Grad Celsius aus dem Raum geholt, und die Kühle verteilte sich gleichmäßiger als bei allen anderen Geräten.

Der große Haken: 1.350 Watt Nennleistung und gemessene 1.220 Watt im Betrieb. Das macht rund 28 Cent pro Stunde und hochgerechnet knapp 170 Euro pro Jahr für vier heiße Monate. Mit bis zu 70 dB ist sie zudem die lauteste Klimaanlage im Vergleich. Schlafen neben ihr läuft nicht.

Wer eine Photovoltaikanlage hat oder die Betriebskosten schlicht ignoriert, bekommt hier das leistungsstärkste und vielseitigste Gerät im gesamten Vergleich.

Platz 3: Bosch Cool 5000

Die Bosch ist der solide Mittelweg. Der Abluftschlauch ist fest verbaut und lässt sich platzsparend verstauen, was die Handhabung erleichtert. Die Fernbedienung ist die beste im Vergleich, mit echten Druckknöpfen und einem lesbaren Display. Eine App fehlt auch hier.

Die Kühlleistung liegt nah an der De’Longhi, mit einer Endtemperatur zwischen 25,3 und 26 Grad. Die Wärme wird dabei gleichmäßig im Raum verteilt. Mit etwa 91 Euro Jahreskosten liegt sie minimal über der De’Longhi, ist in der Anschaffung aber etwas günstiger.

Mit 61 dB im Maximalbetrieb und kaum Unterschied bei niedrigerer Stufe ist die Lautstärke ihr schwächster Punkt. Für Schlafzimmer eignet sie sich daher weniger.

Platz 4: AEG Chillflex Pro

Die AEG ist die leiseste Klimaanlage im gesamten Vergleich. Bei Vollgas kommt sie auf 53 dB, bei niedrigem Tempo sogar auf 48 dB. Das ist eine Klasse für sich und macht sie zur ersten Wahl für das Schlafzimmer.

Abzüge gibt es beim Lieferumfang, denn es liegt keine Fensterabdichtung bei, nicht einmal eine zum Einklemmen. Das muss separat gekauft werden. Die Kühlleistung ist etwas schwächer als bei den ersten drei Modellen, für Räume bis etwa 30 bis 35 m² aber gut geeignet.

Der Energieverbrauch liegt mit etwa 21 Cent pro Stunde etwas höher als bei De’Longhi und Bosch, bleibt aber deutlich unter dem der Klarstein.

Platz 5: Comfee MPPH-07CRN7

Die Comfee ist das günstigste und kompakteste Modell im Vergleich. Für kleine Räume bis etwa 25 m² leistet sie gute Dienste. Das Bedienfeld ist sehr eingeschränkt, viele Funktionen lassen sich nur per Fernbedienung einstellen. Mit bis zu 64 dB ist sie nicht gerade leise.

Im 45 m² Büro konnte die Temperatur nur auf etwa 26,6 Grad gesenkt werden. Das reicht für kleine Schlafzimmer zwischen 15 und 20 m², für größere Räume wird es eng.

Der Energieverbrauch ist mit 18 Cent pro Stunde günstig, aber De’Longhi und Bosch kühlen bei ähnlichen Kosten deutlich mehr. Wer wenig Platz und ein kleines Budget hat, ist hier gut aufgehoben.

Fragen zu mobilen Klimaanlagen

Wie viel Strom verbraucht eine mobile Klimaanlage?

Das hängt stark vom Modell ab. Sparsame Geräte wie die De’Longhi PAC EX105 kommen auf etwa 18 Cent pro Stunde. Leistungsstarke Modelle wie das Klarstein Kraftwerk Smart verbrauchen rund 28 Cent. Bei täglichem Betrieb von 4 bis 5 Stunden über vier heiße Sommermonate entstehen je nach Gerät Kosten zwischen 80 und 170 Euro.

Welche Raumgröße schafft eine mobile Klimaanlage?

Die meisten Geräte sind für Räume zwischen 30 und 46 m² ausgelegt. Für beste Ergebnisse sollte die tatsächliche Raumgröße leicht unter dem angegebenen Maximum liegen. Die Comfee funktioniert am besten bis 25 m², die Bosch hält bis zu 46 m² durch.

Wie laut sind mobile Klimaanlagen?

Die Lautstärke reicht im Vergleich von 48 dB (AEG Chillflex Pro, niedriges Tempo) bis zu 70 dB (Klarstein Kraftwerk Smart, Maximalbetrieb). Für das Schlafzimmer empfiehlt sich ein Modell mit unter 55 dB im Betrieb.

Brauche ich eine Fensterabdichtung?

Ja, unbedingt. Ohne Abdichtung um den Abluftschlauch strömt warme Außenluft zurück in den Raum und das Gerät kühlt kaum noch effizient. Von den fünf Modellen liefert nur das Klarstein Kraftwerk Smart eine großzügige Abdichtung mit. Für alle anderen muss eine Universal-Fensterabdichtung separat gekauft werden.

Kann man mit einem mobilen Klimagerät auch entfeuchten?

Alle fünf Modelle bieten einen Entfeuchtungsmodus. Für deutsche Wohnverhältnisse ist das aber meist weniger relevant, da die Luftfeuchtigkeit hierzulande oft bereits unter dem empfohlenen Wert von 40 bis 60 Prozent liegt.

Welches Gerät lohnt sich am meisten für das Schlafzimmer?

Die AEG Chillflex Pro ist durch ihre extrem niedrige Lautstärke die beste Wahl fürs Schlafzimmer, sofern der Raum nicht zu groß ist. Die De’Longhi PAC EX105 ist eine sehr gute Alternative, wenn auch etwas Kühlleistung gegenüber der Lautstärke gewichtet werden soll.

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