Heiße Sommernächte im Dachgeschoss machen das Einschlafen oft zur Qual. Genau für solche Räume gibt es bei Lidl die Midea PortaSplit Cool, eine mobile Split-Klimaanlage für rund 599 Euro.
In diesem Beitrag bekommst du eine ehrliche Einordnung zur midea portasplit klimaanlage lidl inklusive Praxistipps, Stromverbrauch und dem entscheidenden Unterschied zur größeren Variante. So weißt du am Ende, ob sich der Kauf für dich lohnt.
Was die Midea PortaSplit Cool wirklich kann
Die PortaSplit Cool ist die kleinere Version der bekannten Split-Anlage von Midea. Das Besondere am Konzept: Es gibt eine Innen- und eine Außeneinheit, die über einen flachen Kältemittelschlauch (nur ca. 2,7 cm dick) verbunden sind. Dadurch arbeitet das System deutlich effizienter als ein klassisches Monoblock-Modell, ohne dass eine feste Installation durch einen Fachbetrieb nötig wird.
Für Menschen in Mietwohnungen ist das ein echter Pluspunkt. Du brauchst keine Wanddurchführung, keinen Klimatechniker und kannst alles rückstandslos wieder abbauen. Das Fenster muss nur einen kleinen Spalt offen bleiben, passendes Abdichtungsmaterial liegt bei.
Die technischen Eckdaten im Überblick:
- Kühlleistung: 8.000 BTU / 2,3 kW
- Raumgröße: bis ca. 28 m²
- Funktionen: Kühlen, Entfeuchten, Ventilieren (3-in-1)
- Lautstärke: ca. 38 bis 48 dB(A) je nach Stufe
- Energieeffizienz: A++ mit SEER 6,1
- Steuerung: Fernbedienung oder Midea SmartHome App
- Garantie: 3 Jahre
Über die App lässt sich nicht nur die Temperatur regeln, sondern auch der Stromverbrauch in Echtzeit ablesen. Das hilft, den Verbrauch im Blick zu behalten.
Wichtig zu wissen: Die Außeneinheit wiegt rund 9,5 kg und wird über eine schraubenlose Halterung außen am Fensterbrett eingehängt. Der Schlauch lässt sich nicht von den Geräten trennen. Wer das Fenster komplett schließen möchte, muss das Außenteil also jedes Mal wieder hereinholen. Dafür gibt es integrierte Laufrollen, mit denen du die Anlage von Raum zu Raum schieben kannst.
PortaSplit Cool oder die normale PortaSplit? Der wichtige Unterschied
Hier liegt der größte Stolperstein beim Kauf. Optisch sind die PortaSplit Cool und die reguläre PortaSplit Wärmepumpe kaum zu unterscheiden. Innenteil, Außenteil, Verbindungsschlauch, Bedienfeld, App und sogar das Befestigungsmaterial sind identisch. Wer im Onlineshop schnell drüberscrollt, übersieht leicht, dass es zwei verschiedene Modelle gibt.
Der Unterschied steckt in der Leistung und in den Funktionen:
| Merkmal | PortaSplit Cool (Lidl) | PortaSplit (12.000 BTU) |
|---|---|---|
| Kühlleistung | 8.000 BTU / 2,3 kW | 12.000 BTU / 3,5 kW |
| Raumgröße | bis ca. 28 m² | bis ca. 42 m² |
| Heizfunktion | nein | ja (Wärmepumpe) |
| Preis (Aktion) | ca. 599 Euro | ca. 650 bis 815 Euro |
| Bauweise | mobiles Split-System | mobiles Split-System |
| Schlauch trennbar | nein | nein |
Die Cool-Variante kann also nur kühlen, entfeuchten und ventilieren. Sie hat weniger Leistung und keine Heizfunktion. Wer denkt, er hätte die gehypte Wärmepumpe für 599 Euro ergattert, hält am Ende möglicherweise das schwächere Modell in den Händen.
Für kleine bis mittelgroße Schlaf- oder Arbeitszimmer reicht die Cool-Version aber locker aus. Wenn du ein großes Wohnzimmer oder mehrere Räume kühlen willst oder die Anlage in der Übergangszeit auch zum Heizen nutzen möchtest, lohnt sich der Aufpreis für die 12.000-BTU-Version. Diese gibt es teilweise schon für einen kleinen Aufschlag, etwa bei Baumärkten zur Selbstabholung.
Praxis-Einblick: So schlägt sich die PortaSplit im Alltag
Wer das größere Schwestermodell seit einer Saison im Dachgeschoss nutzt, kann den Komfortgewinn gut einordnen. In einem rund 13 m² großen Schlafzimmer mit Dachschräge klettert die Temperatur im Hochsommer schnell auf 27 Grad. Genau dann kühlt die Anlage den Raum bei großer Hitze in etwa zwei Stunden auf 16 bis 17 Grad herunter. Liegt das Zimmer schon bei 22 Grad, geht es deutlich schneller.
Die Montage ist in wenigen Minuten erledigt. Ein häufig genannter Punkt ist die Lautstärke: Selbst auf der kleinsten Stufe bleibt die Anlage hörbar. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, kühlt den Raum daher am besten vor dem Schlafengehen kräftig herunter und schaltet das Gerät über Nacht aus. Nur bei extremer Hitze lohnt sich der Dauerbetrieb.
Ein zweiter Praxistipp betrifft die Fensterabdichtung. Das mitgelieferte Material kann bei wenig Platz am Rahmen fummelig sein. Eine günstige Alternative aus der Bastelkiste: Poolnudeln oder Rohrisolation aus dem Baumarkt. Das sieht zwar nicht perfekt aus, dichtet aber zuverlässig ab.
Wie hoch ist der Stromverbrauch?
Der Verbrauch hängt stark von Raumgröße, Außentemperatur und Laufzeit ab. Bei reiner Abendnutzung kann der Monatsverbrauch bei rund 2 kWh liegen. Mit mehreren warmen Tagen und gelegentlichem Dauerbetrieb über Nacht sind es eher 6 bis 7 kWh. Bei sehr hohen Temperaturen zieht das Modell auch mal über 800 Watt. Für gezielte Abkühlung in den heißesten Stunden bleibt der Verbrauch überschaubar.
Für wen lohnt sich die PortaSplit Cool?
Die Cool-Variante passt gut, wenn du:
- eine mobile Split-Anlage ohne feste Installation suchst
- in einer Mietwohnung wohnst
- ein Schlaf-, Arbeits- oder kleines Wohnzimmer gezielt kühlen willst
- auf eine Heizfunktion verzichten kannst
Weniger passend ist sie, wenn du große oder mehrere Räume kühlen, heizen oder ein möglichst kompaktes Modell haben möchtest.
Was kostet das Zubehör?
Ein Kritikpunkt aus der Community: Die optionale Universal-Fensterhalterung, etwa für Dachfenster, ist nicht im Lieferumfang enthalten und schlägt mit rund 79 Euro zu Buche. Wer ein normales Fenster nutzt, kommt mit dem beiliegenden Material aus.
Ist die Lieferung kompliziert?
Das Innengerät bringt rund 32 kg auf die Waage, das Außenteil etwa 9,5 kg. Du solltest die Anlage zu zweit tragen. Wer in den dritten oder vierten Stock muss, sollte über einen kleinen Aufpreis für die Lieferung bis zum Aufstellort nachdenken. Diese 5 bis 50 Euro können sich lohnen, weil das Gerät zweimal getragen werden muss.
Wo bekommst du die Anlage, wenn Lidl ausverkauft ist?
Die hohe Nachfrage sorgt dafür, dass die PortaSplit Cool im Lidl-Onlineshop schnell vergriffen ist. Alternativ findest du das Modell bei eBay oder über andere Online-Händler, dort allerdings meist zu höheren Preisen zwischen rund 630 und über 800 Euro. Ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich also immer.
Fazit
Die midea portasplit klimaanlage lidl ist kein Schnäppchen im klassischen Sinn, aber ein durchdachtes Kühlgerät zu einem fairen Aktionspreis. Für kleine bis mittelgroße Räume bietet die Cool-Version eine flexible Lösung ohne feste Installation, was vor allem für Mietwohnungen praktisch ist. Achte unbedingt auf den Unterschied zur 12.000-BTU-Variante mit Heizfunktion und rechne die Lautstärke sowie den Stromverbrauch mit ein. Wer das tut, bekommt ein zuverlässiges Gerät für heiße Sommernächte.
