Ein Gin Tonic, der genauso schmeckt wie immer, aber ohne Kater am nächsten Morgen? Genau das ist die Idee hinter Koyi Micro Spirits, dem Hamburger Startup, das am 2. März 2026 in der zweiten Folge von „Die Höhle der Löwen“ für Gesprächsstoff gesorgt hat.
Die zwei Köpfe dahinter, Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther, kommen nicht aus dem Nichts. Gemeinsam betreiben sie die kleinste Destille Hamburgs in Poppenbüttel, unter dem Label Hamburg-Zanzibar. Ihr Gin wurde gleich zweimal als „World’s Best Gin“ bei den World Gin Awards ausgezeichnet. Das ist keine Marketing-Geschichte, sondern ein echter Beleg dafür, dass die beiden wissen, was sie tun.
Homepage: koyi.de
Die Frage, die Koyi antreibt, ist eigentlich ziemlich simpel: Warum muss ein guter Longdrink mit viel Alkohol einhergehen, wenn das Beste daran sowieso der Geschmack ist?
Koyi Micro Spirits sind hochkonzentrierte Destillate. Im Grunde bekommst du hier echten Gin oder Rum, der durch ein eigens entwickeltes Verfahren so stark verdichtet wurde, dass bereits 3 bis 5 Tropfen aus einer Pipette ausreichen, um 150 ml Tonic oder Cola vollständig zu aromatisieren.
Das Ergebnis im Glas: ein Drink mit rund 1,0 bis 1,6 % Alkohol. Zum Vergleich: ein klassischer Gin Tonic kommt auf etwa 8 bis 10 %. Acht Koyi-Drinks enthalten also ungefähr so viel Alkohol wie ein einziger Standard-Longdrink. Das ist kein Trick und kein Ersatzprodukt, sondern echtes Destillat aus Kupferbrennblasen, ohne Zusatzstoffe, ohne künstliche Aromen, ohne Zucker.
Der Unterschied zu alkoholfreien Alternativen ist wichtig: Koyi ist nicht alkoholfrei. Es ist alkoholarm. Das klingt erstmal nach einer kleinen Nuance, macht in der Praxis aber einen echten Unterschied, weil der Alkohol als Träger der Aromen fungiert und das Geschmacksbild komplett erhalten bleibt.
Die Produkte im Überblick
Derzeit gibt es zwei Sorten, Micro Gin und Micro Rum, jeweils in zwei Größen:
- 30 ml für 23,50 € (reicht für 8 bis 14 Drinks, passt ins Handgepäck)
- 100 ml für 45 € (ergibt je nach Dosierung bis zu 47 Drinks)
Der Micro Gin hat eine klassisch-herbe Wacholdernote mit einer frischen Grapefruit-Komponente. Die Zubereitung ist denkbar simpel: Eis rein, Filler drauf, ein paar Hübe Koyi aus der Pipette, fertig. Kein Abmessen, kein Umrühren.
Praktisch ist auch: Die Flaschen müssen nicht gekühlt werden, sind flugtauglich und haben durch den hohen Alkoholgehalt des Konzentrats (70 % vol) eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Für Reisen, Festivals oder schlicht als clevere Hausbar-Alternative ist das ein echter Vorteil.
Koyi bei DHDL: Wie lief der Pitch?
Suzuki und Günther waren am 2. März 2026 in Staffel 19, Folge 2 zu sehen. Sie suchten 120.000 Euro für 10 % der Firmenanteile, was einem Unternehmenswert von rund 1,08 Millionen Euro entspricht. Investiert werden sollte in Markenaufbau, Marketing und neue Produkte.
Die Löwen in der Runde: Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler und Ralf Dümmel. Alle testeten die Drinks direkt, und der Geschmack überzeugte. Die Reaktionen auf das Trinkerlebnis waren positiv.
Am Ende gab es trotzdem keinen Deal. Was genau den Ausschlag gab, ist nicht offiziell bestätigt, aber der Firmenwert und die Frage nach der Skalierbarkeit einer handwerklich produzierten Nische dürften eine Rolle gespielt haben. Das ist kein Urteil über das Produkt, sondern zeigt vor allem, wie eng die Passung zwischen Startup und Investor sein muss.
Koyi ist weiterhin aktiv und über den eigenen Online-Shop unter koyi.de erhältlich.
Für wen ist Koyi gedacht?
Die Zielgruppe ist breiter, als man zunächst denkt. Natürlich spricht das Produkt Menschen an, die aus gesundheitlichen Gründen weniger Alkohol trinken wollen. Aber genauso relevant ist Koyi für alle, die auf der Arbeit oder am Steuer keinen klassischen Drink wollen, die am nächsten Morgen früh raus müssen, die einfach länger feiern wollen, ohne irgendwann die Orientierung zu verlieren, oder die beim Ausgehen Kalorien im Blick behalten.
Auch für das Veranstalten zu Hause ist das Konzept interessant: Wer eine Flasche Koyi auf dem Tisch hat, muss keine große Hausbar besitzen. Eine 100-ml-Flasche ersetzt rein rechnerisch drei Standardflaschen Gin.
Was kostet das wirklich?
Auf den ersten Blick wirkt der Preis hoch. 45 Euro für 100 ml? Verglichen mit einer 0,7-Liter-Gin-Flasche zum ähnlichen Preis erscheint das teuer. Aber das stimmt so nicht ganz, wenn man durchrechnet: Eine 100-ml-Flasche Koyi Micro Gin ergibt bis zu 47 Drinks. Eine klassische 0,7-Liter-Flasche mit 40 % vol ergibt je nach Rezept rund 14 bis 18 Longdrinks. Je mehr Drinks du aus einer Flasche holst, je günstiger wird es am Ende pro Glas.
Wer also regelmäßig Gin Tonics trinkt, zahlt mit Koyi auf Drink-Basis nicht unbedingt mehr, sondern möglicherweise sogar weniger.
Was sind Koyi Micro Spirits genau?
Koyi Micro Spirits sind hochkonzentrierte Destillate aus echter Gin- oder Rum-Produktion, mit 70 % vol im Konzentrat. Im fertigen Drink entsteht durch die geringe Dosiermenge ein Alkoholgehalt von nur 1,0 bis 1,6 %. Kein Alkohol-Ersatz, sondern verdichtetes Original-Destillat.
Wie trinkt man Koyi richtig?
Einfach 3 bis 5 Dashes (Hübe) der Pipettenflasche auf 150 ml Filler geben. Als Filler eignen sich Tonic Water, Cola oder Ginger Beer. Kein weiteres Equipment nötig.
Hat Koyi einen Deal bei DHDL bekommen?
Nein. Trotz positiver Reaktion auf den Geschmack kam es in Staffel 19 (Folge vom 2. März 2026) zu keinem Abschluss mit den Löwen. Das Startup ist weiterhin eigenständig und verkauft direkt über koyi.de.
Wie unterscheidet sich Koyi von alkoholfreien Spirituosen?
Alkoholfreie Alternativen verzichten komplett auf Alkohol und nutzen oft Aromen oder Extrakte. Koyi enthält echtes Destillat und damit auch echten Alkohol, nur in deutlich geringerer Menge pro Drink. Das macht einen spürbaren Unterschied im Geschmacksbild.
Kann ich Koyi im Handgepäck mitnehmen?
Die 30-ml-Flasche ist flugtauglich und erfüllt die Flüssigkeitsregelungen für Handgepäck. Die 100-ml-Variante muss ins aufgegebene Gepäck.
