Die Oral-B iO 9 findest du aktuell für rund 180 bis 290 Euro – je nachdem, ob du nur die Bürste oder das Komplettpaket mit Reiseetui holst.
Das klingt nach verdammt viel Geld für eine Zahnbürste, und ehrlich gesagt ist es das auch.
Aber schauen wir uns mal an, was du für diesen Preis tatsächlich bekommst und ob sich das rechnet.
Die iO 9 hat sich bei Stiftung Warentest die Note 2,2 (Gut) geholt und wurde in mehreren unabhängigen Prüfungen empfohlen.
Das ist schonmal ein Zeichen. Was sie von billigeren Modellen unterscheidet, ist vor allem die Magnettechnologie und die ganzen Extra-Features wie das Farbdisplay oder die App-Anbindung. Ob du die wirklich brauchst, ist natürlich eine andere Frage.
Der größte Unterschied zu klassischen elektrischen Zahnbürsten ist der Magnetantrieb. Statt dass da ein Motor mechanisch rumpelt, arbeitet die iO 9 mit Mikrovibrationen an den Borstenspitzen.
Das macht sie deutlich leiser und auch sanfter zum Zahnfleisch. Tatsächlich fällt das sofort auf – das Putzgefühl ist einfach anders. Weicher, und trotzdem merkst du danach, dass die Zähne glatter sind als sonst.
Was die Reinigungsleistung angeht: Die Bürste soll bis zu 100% mehr Plaque entfernen als eine Handzahnbürste. Solche Prozentangaben klingen immer ein bisschen nach Marketing, aber das Gefühl nach dem Putzen ist tatsächlich nochmal einen Tick besser als bei günstigeren Elektrobürsten. Die Zähne fühlen sich sauberer an, und das hält auch länger an über den Tag.
Die iO 9 kommt mit sieben verschiedenen Putzmodi. Tägliche Reinigung für den Normalfall, Sensitiv für empfindliche Stellen, Zahnfleischschutz, Tiefenreinigung, Aufhellen, Super Sensitiv und sogar Zungenreinigung. Ehrlich gesagt brauchst du wahrscheinlich höchstens zwei oder drei davon regelmäßig. Die meisten Leute bleiben bei der täglichen Reinigung und schalten vielleicht ab und zu auf Sensitiv, wenn das Zahnfleisch mal gereizt ist.
Das Farbdisplay auf der Bürste selbst ist ganz nett, aber eher Spielerei. Es zeigt einen Timer, ein Smiley nach dem Putzen und den Akkustand. Praktisch ist vor allem die Andruckkontrolle: Ein LED-Ring leuchtet rot, wenn du zu fest drückst, grün bei richtigem Druck und weiß bei zu wenig Druck. Das hilft tatsächlich, ein Gefühl für die richtige Technik zu entwickeln. Viele drücken jahrelang zu fest, ohne es zu merken – die Kontrolle nimmt dir das Rätselraten ab.
Dann gibt’s noch die App mit KI und 3D-Tracking. Die App soll dir zeigen, welche Zahnbereiche du schon geputzt hast und wo noch Nachholbedarf ist. Deinen Mund teilt sie in 16 Zonen auf, und theoretisch trackst du dann in Echtzeit, wie gründlich du überall warst. In der Praxis funktioniert das mal besser, mal schlechter. Die Bürste verliert hin und wieder die Orientierung, vor allem wenn du den Kopf bewegst oder durchs Bad läufst. Dann denkt sie plötzlich, du wärst an einer ganz anderen Stelle im Mund.
Für manche ist diese App-Anbindung super motivierend. Du bekommst Statistiken, kannst dir Ziele setzen, und es gibt sogar Medaillen für regelmäßiges Putzen. Für andere ist das kompletter Overkill. Die Bürste funktioniert auch komplett ohne Smartphone einwandfrei – du musst die App nicht nutzen, wenn du keine Lust drauf hast. Bluetooth lässt sich abschalten, wenn du Akku sparen willst.
Das Reiseetui, das bei den teureren Varianten dabei ist, ist tatsächlich ein Highlight. Es lädt die Bürste unterwegs auf, sieht schick aus und ist kompakt genug, dass es problemlos in den Koffer passt. Wenn du viel reist, macht das schon einen Unterschied. Früher hat man entweder die sperrige Ladestation mitgeschleppt oder auf eine Handzahnbürste zurückgegriffen.
Die magnetische Ladestation zuhause ist ebenfalls durchdacht. Die Bürste steht stabil drauf, lädt schnell (ca. 3 Stunden für voll) und hält dann etwa 10 bis 14 Tage bei zweimal täglich zwei Minuten Putzen. Das ist solide, auch wenn Oral-B von bis zu zwei Wochen spricht – in der Realität kommst du eher auf 10 Tage, vor allem wenn du öfter mal länger putzt oder die App nutzt.
Ein Punkt, der nervt: Die Ersatzbürsten sind teuer. Ein Viererpack liegt schnell bei 30 bis 40 Euro, und du sollst alle drei Monate wechseln. Das sind dann 10 Euro alle drei Monate nur für die Köpfe. Es gibt zwar günstigere Nachbauten von Drittanbietern, aber Oral-B rät davon ab, weil die angeblich nicht so gut passen oder schlechter reinigen. Ob das stimmt oder nur Marketingsprech ist, sei mal dahingestellt.
Wer sollte sich die iO 9 jetzt kaufen? Wenn du bisher eine billige Elektrobürste hattest und merkst, dass du beim Zahnarzt trotzdem regelmäßig Probleme hast – Zahnfleischentzündungen, viel Plaque, empfindliche Stellen – dann könnte sich das Upgrade lohnen. Die sanftere Reinigung macht wirklich einen Unterschied, und das merkt auch dein Zahnfleisch.
Wenn du jemand bist, der auf Technik steht und gerne Daten trackt, dann ist die App natürlich ein nettes Extra. Manchen macht es echt Spaß, ihre Putzgewohnheiten zu analysieren und zu optimieren. Und ja, die App führt tatsächlich dazu, dass du bewusster und gründlicher putzt – zumindest am Anfang.
Für Leute mit empfindlichem Zahnfleisch oder Zahnfleischrückgang ist die iO 9 ebenfalls interessant. Die Andruckkontrolle hilft, Schäden zu vermeiden, und die sanften Mikrovibrationen sind angenehmer als das Gerüttel von klassischen Modellen.
Wer die iO 9 eher nicht braucht: Wenn du mit deiner aktuellen Zahnbürste super zufrieden bist, beim Zahnarzt nie Probleme hast und generell nicht viel Wert auf Gadgets legst, dann ist das hier möglicherweise rausgeschmissenes Geld. Eine Oral-B iO 3 oder 4 macht den Job auch gut und kostet deutlich weniger.
Was sind die konkreten Alternativen? Innerhalb der iO-Reihe gibt’s günstigere Modelle wie die iO 6 oder iO 7. Die haben die gleiche Magnettechnologie, aber weniger Putzmodi und kein Farbdisplay. Reinigungstechnisch sind die praktisch identisch – du verzichtest nur auf ein paar Komfortfeatures. Die iO 6 kostet oft 60 bis 80 Euro weniger und ist für die meisten völlig ausreichend.
Wenn du bereit bist, noch mehr Geld auszugeben, gibt’s die iO 10. Die hat zusätzlich eine spezielle Ladestation (iOsense), die dir die Putzdaten anzeigt, ohne dass du dein Handy rausholen musst. Das ist praktisch, wenn du die App eh nicht nutzen willst, aber trotzdem Feedback haben möchtest. Die iO 10 kostet allerdings nochmal 50 bis 100 Euro mehr – ob dir das wert ist, musst du selbst entscheiden.
Außerhalb der iO-Reihe gibt’s Konkurrenz von Philips Sonicare oder Oclean. Die Philips-Modelle arbeiten mit Schallzahnbürsten-Technologie statt mit rotierenden Köpfen. Ist Geschmackssache – manche schwören auf Schall, andere auf die Oral-B-Methode. Preislich bewegen sich die Top-Modelle von Philips in der gleichen Liga.
Achte beim Kauf auf Angebote. Rund um Black Friday, Cyber Monday oder im Januar nach Weihnachten gibt’s oft krasse Rabatte. Die iO 9 kostet dann teilweise unter 200 Euro, was das Ganze schon deutlich attraktiver macht. Zum vollen UVP von 400 Euro würde ich sie nicht kaufen – da ist sie einfach überteuert.
Wo kaufen? Amazon hat meistens gute Preise und schnelle Lieferung. Bei dm oder Rossmann findest du sie auch, oft mit Cashback-Aktionen oder Bonuspunkten. Der offizielle Oral-B Shop hat manchmal exklusive Bundles mit mehr Aufsteckbürsten. Vergleich einfach die Preise, bevor du zugreifst.
Ein letzter Punkt zur Haltbarkeit: Der Akku ist fest verbaut. Das bedeutet, irgendwann lässt die Leistung nach, und dann kannst du die Bürste nicht einfach reparieren. Bei den meisten hält sie aber problemlos drei bis fünf Jahre, wenn du sie pfleglich behandelst. Danach musst du dich nach Ersatz umsehen.
Fazit: Die Oral-B iO 9 ist eine sehr gute Zahnbürste, die beim Putzen echt was hermacht. Sie ist leiser, sanfter und effektiver als günstigere Modelle. Die ganzen Extras wie App, Display und sieben Putzmodi sind nett, aber kein Muss. Wenn du Wert auf Top-Qualität legst und dir die Investition leisten kannst, machst du nichts falsch. Wer sparen will, greift zur iO 6 und hat trotzdem die wichtigste Technologie an Bord.
Häufige Fragen
Lohnt sich die Oral-B iO 9 wirklich? Kommt drauf an. Wenn du Probleme mit Zahnfleisch oder Plaque hast oder einfach die beste verfügbare Technik willst, dann ja. Für gesunde Zähne und ein kleineres Budget tut’s auch ein günstigeres Modell wie die iO 6.
Was ist der Unterschied zwischen iO 9 und iO 10? Die iO 10 hat die iOsense-Ladestation, die dir Putzdaten anzeigt, ohne dass du die App brauchst. Sonst sind beide fast identisch. Die iO 10 kostet mehr, bietet aber kaum echte Mehrwerte bei der Reinigung.
Wie lange hält der Akku? Bei zweimal täglich zwei Minuten etwa 10 bis 14 Tage. Mit App-Nutzung eher Richtung 10 Tage. Das ist okay, aber keine überragende Laufzeit.
Sind die Ersatzbürsten teuer? Ja, ziemlich. Rechne mit etwa 10 Euro pro Kopf, wenn du Vierer- oder Sechserpacks kaufst. Es gibt günstigere Drittanbieter-Alternativen, aber die sind nicht offiziell empfohlen.
Brauche ich die App? Nein. Die Bürste funktioniert auch ohne App super. Die App ist ein nettes Extra für Leute, die ihre Putzgewohnheiten tracken wollen, aber kein Muss.
Wie laut ist die iO 9? Deutlich leiser als ältere Oral-B-Modelle. Die Magnettechnologie macht einen großen Unterschied – du weckst damit niemanden mehr auf.
Kann ich die iO 9 unter der Dusche nutzen? Ja, sie ist wasserdicht. Duschen ist kein Problem, allerdings würde ich sie nicht dauerhaft unter Wasser liegen lassen.
Wie oft muss ich den Bürstenkopf wechseln? Oral-B empfiehlt alle drei Monate. Die Bürste erinnert dich automatisch daran, wenn es Zeit ist.
Gibt es verschiedene Farben? Ja, die iO 9 gibt’s in Black Onyx, Rose Quartz, White Alabaster und noch ein paar Sondervarianten wie Aqua Marine.
Was ist im Lieferumfang enthalten? Das hängt von der Variante ab. Standard sind: Handstück, 1-3 Aufsteckbürsten (Ultimative Reinigung und/oder Sanfte Reinigung), Ladestation und bei den Plus-Editionen das Lade-Reiseetui plus ein Mini-Etui für Bürstenköpfe.
