Während der Behandlung werden Zellmembranen destabilisiert. Dadurch sollen Fett, eingelagerte Flüssigkeit und Stoffwechselrückstände freigesetzt werden. Das Ziel ist eine sichtbare Reduktion des Umfangs an Bauch, Beinen oder Hüften.
Eine Sitzung dauert etwa 45 Minuten und läuft komplett im Liegen ab. Die Human Frequency Technologie (HFT) kommt zum Einsatz, bei der Fett und Muskelmasse gemessen und dann durch Ultraschall bearbeitet werden. Das Ganze passiert in vier Phasen.
Die Studios sprechen von einer Umfangreduktion von zwei bis fünf Zentimetern nach der ersten Behandlung. Das klingt gut. Für langfristige Resultate sind aber mehrere Sitzungen nötig, meistens fünf bis zehn Termine.
Kosten
Eine Einzelbehandlung kostet in vielen Studios rund 169 Euro. Je mehr Sitzungen du buchst, desto günstiger wird der Preis pro Termin. Manche Studios bieten Kennenlernbehandlungen für etwa 70 Euro an. Zusatzangebote wie Ernährungsberatung oder Körperanalysen können die Gesamtkosten noch erhöhen.
Bis zu 90 Prozent aller Muskelfasern sollen stimuliert werden. Der Körper wirkt schlanker und die Haut wird gestrafft. Eine strikte Diät ist nicht erforderlich, nur kurz vor und nach der Behandlung gibt es Einschränkungen bei Essen und Trinken. Die Prozedur soll schmerzfrei und entspannend sein, auch wenn manche ein leichtes Kribbeln spüren. Für Schwangere wird die Behandlung nicht empfohlen.
Umfangreduktion bedeutet nicht automatisch Gewichtsverlust. Behandelte Fettzellen können an Volumen verlieren, sie bleiben aber grundsätzlich erhalten. Bei ungünstiger Ernährung können sie sich wieder füllen.
Ein Teil der sichtbaren Reduktion kann auch auf Wasserverlust zurückzuführen sein. Das ist dann eher ein kurzfristiger Effekt. Langfristig Gewicht zu verlieren funktioniert weiterhin nur über ein Kaloriendefizit, also gesunde Ernährung und Bewegung.
Die Methode ist wissenschaftlich noch nicht umfassend untersucht. Es fehlen Langzeitstudien, die die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Resultate belegen. Bei Adipositas, also krankhaftem Übergewicht, stellt die Behandlung keine Alternative zu einer medizinisch begleiteten Ernährungsumstellung oder Bewegungstherapie dar.
Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil festgestellt, dass bestimmte Werbeaussagen irreführend waren, weil sie gesundheitsbezogene Versprechen enthielten, die nicht ausreichend wissenschaftlich belegt waren. Die Methode selbst bleibt rechtlich zulässig, solange sie korrekt beschrieben wird.
Für wen könnte es passen?
Wenn du an bestimmten Stellen deinen Umfang reduzieren möchtest und realistische Erwartungen hast, kann die Methode eine Option sein. Sie ist gedacht als Ergänzung, nicht als Ersatz für einen gesunden Lebensstil.
Bevor du dich für eine Behandlung entscheidest, sprich am besten mit deinem Arzt darüber. So bekommst du eine fachliche Einschätzung, ob das Konzept für dich persönlich sinnvoll sein könnte.
Abnehmen im Liegen kann für eine optische Straffung und Umfangreduktion sorgen. Wunder darfst du aber nicht erwarten. Echte, nachhaltige Veränderungen an deinem Körper erreichst du weiterhin durch bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung. Die Behandlung kann ein Baustein sein, ersetzt aber nicht die Grundlagen.
