Montag, Februar 2, 2026
GesundheitDurchgefallen! Olivenöl Stiftung Warentest 2026

Durchgefallen! Olivenöl Stiftung Warentest 2026

Gutes Olivenöl zu finden ist mittlerweile echt schwierig geworden. Die Stiftung Warentest hat sich 25 Olivenöle der Güteklasse nativ extra genauer angeschaut und das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd.

Nur vier Produkte haben mit gut abgeschnitten, während acht Öle komplett durchgefallen sind. Darunter auch zwei beliebte Eigenmarken von Aldi.

Die Preise für die getesteten Öle lagen zwischen 8 und 54 Euro pro Liter. Da fragt man sich natürlich: Was bekomme ich eigentlich für mein Geld?

Auf dem geteilten ersten Platz landen zwei Öle, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Cillo Mono Natives Olivenöl extra Coratina kostet stolze 54 Euro pro Liter und ist damit das teuerste im Vergleich. Daneben steht das Alnatura Bio-Olivenöl nativ extra mit knapp 14 Euro pro Liter. Beide bekommen die Note 2,3.

Interessant dabei: Das Alnatura Öl war vor fünf Jahren noch mit mangelhaft durchgefallen. Jetzt gehört es zu den besten. Das zeigt, wie stark die Qualität bei Naturprodukten schwanken kann.

Ebenfalls mit gut bewertet wurden das Mitos Griechisches biologisches natives Olivenöl extra und das Bertolli Originale Natives Olivenöl extra mit der Note 2,5. Alle vier Öle punkteten mit einem ausgewogenen Geschmacksprofil und guten chemischen Werten.

Die großen Verlierer

Beide Aldi-Eigenmarken sind komplett durchgefallen. Das Bellasan Natives Olivenöl extra und das Aldi Bio Natives Olivenöl extra bekommen die Note 5. Der Geschmack wurde als stichig-schlammig und ranzig beschrieben. Das Bio-Öl schmeckte zusätzlich modrig.

Das ist ziemlich bitter, wenn man bedenkt: Im letzten Jahr war das Bellasan noch der Preistipp und das Bio-Öl der Umwelttipp. Beide hatten gute Noten bekommen. Der Grund für diesen Absturz liegt im häufigen Wechsel der Lieferanten, der durch den enormen Preisdruck entsteht.

Auch die Öle von Netto Marken-Discount, Sterna 1821, Threpsi und Ybarra fielen durch. Teilweise wegen schlechtem Geschmack, teilweise wegen zu hoher Schadstoffbelastung.

Das Schadstoff-Problem

Bei sieben Olivenölen wurden auffällig hohe Schadstoffwerte gemessen. Das größte Problem sind Mineralöle vom Typ MOAH, die als möglicherweise krebserregend gelten. Drei Produkte waren so stark belastet, dass eine Marktentnahme empfohlen werden könnte.

Das Rossmann EnerBio Olivenöl fiel durch eine hohe Belastung mit dem Weichmacher DBP auf. Dieser Stoff gilt als fortpflanzungsschädigend. Wie kommt sowas ins Öl? Die Oliven können bei der Ernte mit Schmierölen der Maschinen in Berührung kommen. Auch bei der Produktion auf Förderbändern und in Pressen kann es zu Verunreinigungen kommen.

Der Testleiter sagt aber auch: Akut gesundheitsgefährdend ist keines der Öle.

Warum wird die Qualität immer schlechter?

Der Klimawandel macht den Olivenbauern schwer zu schaffen. Hitzewellen und Wasserknappheit im Mittelmeerraum wirken sich direkt auf die Qualität aus. Spanien, der größte Produzent weltweit, leidet extrem unter den extremen Bedingungen.

Dazu kommt der massive Preisdruck bei den Eigenmarken. Die Einkäufer suchen den günstigsten Anbieter, der gerade noch die gewünschte Qualität liefert. Wenn dann der Lieferant wechselt, kann es passieren, dass die neuen Partner die strengen Vorgaben nicht einhalten.

Der Trend aus den letzten Jahren setzt sich fort: Die meisten Olivenöle landen nur noch im Mittelfeld mit der Note 3.

Was du beim Kauf beachten solltest

Verlasse dich nicht auf frühere Testergebnisse. Was letztes Jahr noch top war, kann dieses Jahr komplett durchfallen. Die Qualität schwankt je nach Produktionscharge und Lieferant enorm.

Teuer bedeutet nicht automatisch gut. Das Alnatura Bio-Öl für 14 Euro pro Liter schlägt sich genauso gut wie das Gourmet-Produkt für 54 Euro. Aber ganz billig geht es auch nicht: Unter 10 Euro pro Liter wird es schwierig, wirklich gute Qualität zu finden.

Achte auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und lagere das Öl dunkel und kühl. Olivenöl oxidiert mit der Zeit und verliert dann seinen guten Geschmack.

Die gute Nachricht

Es gibt auch positive Entwicklungen. Die Gehalte an gesundheitsfördernden Polyphenolen sind wieder leicht gestiegen. Alle getesteten Öle enthalten ausreichend dieser sekundären Pflanzenstoffe, die deine Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen. Zwei Esslöffel täglich reichen für den positiven Effekt aus.

Olivenöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren und Antioxidantien. Diese können Herz und Gefäße schützen und Entzündungen im Körper hemmen. Für Salate, Dips und kalte Speisen ist hochwertiges Olivenöl perfekt geeignet. Auch zum schonenden Braten bei mittlerer Hitze kannst du es nutzen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem der vier Testsieger. Das Alnatura Bio-Öl ist dabei das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für knapp 14 Euro pro Liter bekommst du ein Öl, das sensorisch und chemisch überzeugt.

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