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clearBee Fensterputz-Drohne kaufen

clearBee Fensterputz-Drohne kaufen
clearBee Fensterputz-Drohne kaufen

Fensterputzen landet bei den meisten irgendwo zwischen Kellerentrümpeln und Steuererklärung. Das Wiener Start-up clearBee will dir diese Arbeit komplett aus dem Kalender streichen. Die clearBee Fensterputz-Drohne soll Scheiben selbstständig anfliegen, reinigen und anschließend wieder in ihrer Ladestation parken. Keine Leiter, kein Eimer, kein Kampf mit Schlieren.

Hinter dem Projekt stehen Ronald Lilleg-Staudenherz (59) und Naveen Rajan SK (21), ein Gründerduo mit fast 40 Jahren Altersunterschied. In „Die Höhle der Löwen“ präsentierten die beiden ihr System vor Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Andreas W. Herb. Ihr Angebot: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile, rechnerisch also ein Unternehmenswert von drei Millionen Euro. Rund 450.000 Euro eigenes Geld steckten bereits in der Entwicklung, bevor die Gründer überhaupt ins Studio kamen.

Das System besteht aus drei Teilen: einer handelsüblichen Drohne, einem speziellen Reinigungsadapter und einer Ladestation. Der Adapter wird an der Drohne befestigt und übernimmt den eigentlichen Putzjob. Die Ladestation lädt den Akku, füllt Reinigungsmittel nach und macht die Drohne für den nächsten Flug bereit. Eine autonome Steuerung soll dafür sorgen, dass clearBee ohne dein Zutun von Fenster zu Fenster fliegt und dann wieder andockt.

Spannend ist vor allem der Ansatz dahinter. Die Drohne muss eine stark verschmutzte Scheibe nicht in einem Durchgang perfekt sauber bekommen. Stattdessen fliegt sie regelmäßig und in kurzen Intervallen, bis die Fenster dauerhaft sauber bleiben. Das Prinzip kennst du vom Mähroboter: Der schneidet nicht einmal im Monat den hohen Rasen, sondern knabbert jeden Tag ein paar Millimeter weg. Übertragen auf Glas heißt das weniger Druck pro Flug, weniger Reinigungsmittel pro Runde und ein kleinerer Akku, der trotzdem für eine Runde reicht.

Für wen passt das? Auf dem Papier vor allem für Einfamilienhäuser mit vielen Fenstern, Wintergärten oder Glasfronten, an die du sonst nur mit Leiter oder Teleskopstange kommst. Je mehr Glasfläche du hast, desto eher lohnt sich so ein System. In einer Mietwohnung im vierten Stock mit Nachbarbalkon direkt daneben sieht die Sache anders aus, allein schon wegen des Luftraums und der Frage, wem die Drohne da eigentlich vor der Nase herumschwirrt.

Prototyp statt fertiges Produkt: Wo clearBee gerade steht

Im Pitch wurde schnell deutlich: Zwischen der Vision und einem Produkt, das du dir einfach auf den Balkon stellst, liegt noch ordentlich Entwicklungsarbeit. Ob die Löwen am Ende eingestiegen sind, bleibt an dieser Stelle offen. Fest steht, dass clearBee zum Zeitpunkt der Aufzeichnung ein Prototyp war und kein Regalprodukt.

Die technischen Hürden sind nicht ohne. Eine Drohne, die mit einem nassen Adapter an einer Glasscheibe entlangfährt, muss mit Wind, Böen an Hausfassaden und dem Rückstoß beim Andrücken klarkommen. Wasser und Reinigungsmittel treffen auf Elektronik und Rotoren. Dazu kommen Sensorik für Fensterrahmen, Kanten und Hindernisse sowie die Frage, wie zuverlässig die Rückkehr zur Station klappt, wenn der Akku knapp wird. Jedes dieser Themen ist lösbar, kostet aber Zeit und Geld.

FAQ zur clearBee Fensterputz-Drohne

Was kostet die clearBee Fensterputz-Drohne?

Aktuell gibt es keinen offiziellen Preis. Weder auf Kickstarter noch anderswo ist ein Betrag genannt. Da eine handelsübliche Drohne Teil des Systems ist, wird das Paket kaum im Schnäppchenbereich landen.

Wo kann ich clearBee kaufen?

Noch gar nicht. Die Kickstarter-Kampagne ist angekündigt, aber nicht gestartet. Ein fertiges Handelsprodukt existiert derzeit nicht.

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Das hängt vom Gewicht der eingesetzten Drohne und den EU-Regeln ab. Bei den meisten Modellen über 250 Gramm ist mindestens eine Betreiber-Registrierung Pflicht. Kläre das vor einem Kauf.

Funktioniert clearBee bei Wind und Regen?

Dazu gibt es von den Gründern bislang keine belastbaren Informationen. Realistisch sind ruhige, trockene Bedingungen die Voraussetzung für einen sauberen Flug.

Obendrauf kommt der rechtliche Rahmen. Für Drohnen gelten in der EU einheitliche Regeln, unter anderem zur Registrierung als Betreiber, zu Gewichtsklassen und zum Fliegen in Wohngebieten. Wie eine vollautomatische Putzdrohne, die ohne Pilot am Controller unterwegs ist, in diesen Rahmen passt, ist eine der offenen Fragen, die die Gründer noch beantworten müssen. Für dich heißt das: Erkundige dich vor einem Kauf, was an deinem Wohnort erlaubt ist.

Wer das Projekt verfolgen will, findet clearBee auf Kickstarter. Dort ist die Kampagne The window cleaning drone: clearBee unter dem Namen Flying4Home aus Wien in der Kategorie Roboter angelegt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels steht sie auf „Wird in Kürze veröffentlicht“, mit rund 1.450 Followern, die sich benachrichtigen lassen. Einen Preis, einen Liefertermin oder eine Liste mit technischen Daten gibt es dort bislang nicht. Auch einen eigenen Shop oder einen Eintrag bei Amazon konnte ich nicht finden. Alles, was du aktuell tun kannst, ist der Kickstarter-Seite zu folgen und abzuwarten.

Falls du nicht warten willst: Fensterputzroboter mit Saugnapf, die an der Scheibe kleben und sie in Bahnen abfahren, gibt es seit Jahren im Handel. Die fliegen nicht und du musst sie selbst ansetzen, dafür kommen sie ohne Luftraum-Fragen aus und kosten deutlich weniger als eine Drohne samt Station. Als Übergangslösung sind sie einen Blick wert.

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