Du schaust auf diese beiden Powerstations und denkst dir: Was ist jetzt der Unterschied? Und kann ich damit im Winter meine Wohnung warm halten? Lass es mich ganz einfach erklären.
Das Wichtigste zuerst: Beide Modelle im Vergleich
EcoFlow Delta Pro (die ältere Version)
Kapazität: 3600 Wh
Leistung: 3600 Watt
Preis: 1699 Euro (runter von 2299 Euro)
Erweiterbar: Ja, bis zu 25 kWh (SHOP)
EcoFlow Delta Pro 3 (die neuere Version)
Kapazität: 4096 Wh
Leistung: 4000 Watt
Preis: 2499 Euro (runter von 2699 Euro)
Erweiterbar: Ja, bis zu 12 kWh. Hier zum SHOP
Was bedeutet das für dich im Winter?
Die große Frage ist ja: Kannst du damit deine Wohnung heizen? Die ehrliche Antwort: Nur sehr begrenzt und ziemlich teuer.
Ein normaler Heizlüfter zieht 1500 bis 2000 Watt. Mit der Delta Pro (3600 Wh) läuft so ein Heizlüfter etwa 2 Stunden. Mit der Delta Pro 3 (4096 Wh) vielleicht 2,5 Stunden. Dann ist der Akku leer.
Das rechnet sich nicht, wenn du eine ganze Wohnung über Tage warm halten willst. Dafür sind die Dinger nicht gemacht.
Wofür sind die Powerstations wirklich gut?
Diese Geräte sind perfekt für das Wichtigste im Notfall:
Kühlschrank am Laufen halten – Ein Kühlschrank verbraucht etwa 80 bis 150 Watt. Mit der Delta Pro läuft der 24 Stunden oder länger. Mit der Delta Pro 3 noch ein paar Stunden mehr. Dein Essen bleibt frisch, nichts verdirbt.
Handys, Laptops, Router laden – Du bleibst online, kannst Hilfe rufen, bekommst Infos über die Situation. Das ist im Notfall Gold wert. Beide Modelle können dutzende Male dein Handy aufladen.
Licht in der Wohnung – LED-Lampen verbrauchen fast nichts. Du kannst tagelang Licht haben ohne dass der Akku merklich sinkt.
Kleine Heizung für einen Raum – Wenn es wirklich kalt wird, kannst du einen kleinen Raum für ein paar Stunden aufheizen. Aber dann ist Schluss. Das ist nur für den absoluten Notfall, nicht für dauerhaftes Heizen.
Langfristig heizen: Vergiss es
Wenn du denkst, du heizt damit eine Woche lang deine Wohnung, muss ich dich enttäuschen. Selbst wenn du die Powerstation erweiterst auf 25 kWh (Delta Pro) oder 12 kWh (Delta Pro 3), ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Ein Heizlüfter mit 2000 Watt frisst in 24 Stunden 48 kWh. Selbst mit der maximalen Erweiterung auf 25 kWh hast du nach 12 Stunden heizen nichts mehr übrig. Und das kostet dich dann mehrere Tausend Euro an zusätzlichen Akkus.
Zum Vergleich: Ein Generator mit Benzin oder Diesel ist für dauerhaftes Heizen deutlich besser. Der läuft solange du Sprit hast.
Was ist jetzt besser: Delta Pro oder Delta Pro 3?
Die Delta Pro 3 hat mehr Kapazität (4096 Wh statt 3600 Wh) und mehr Leistung (4000 Watt statt 3600 Watt). Das heißt, sie kann etwas länger durchhalten und auch stärkere Verbraucher betreiben.
Aber sie kostet 800 Euro mehr. Für die meisten Leute reicht die normale Delta Pro völlig aus. Kühlschrank, Licht, Handy laden, das schafft die genauso gut. Und du sparst richtig Geld.
Die Delta Pro 3 macht Sinn wenn du wirklich oft gleichzeitig mehrere starke Verbraucher laufen lassen willst. Oder wenn du die paar Stunden mehr Laufzeit brauchst.
Erweiterbarkeit: Wo liegt der Unterschied?
Die Delta Pro kannst du bis zu 25 kWh erweitern. Die Delta Pro 3 nur bis 12 kWh. Klingt komisch, weil die neuere Version weniger erweiterbar ist.
Aber mal ehrlich: Wenn du 25 kWh brauchst, gibst du locker über 10.000 Euro aus. Das macht für die meisten keinen Sinn. 12 kWh reichen für einen mehrtägigen Stromausfall völlig, wenn du sparsam damit umgehst.
Wie sparsam sind die Dinger?
Hier wird es interessant. Beide Modelle haben LiFePO4-Batterien. Die sind super langlebig, über 3000 Ladezyklen. Das heißt, du kannst die Dinger Jahre nutzen.
Aber Strom speichern und wieder abgeben ist nie 100 Prozent effizient. Du verlierst immer etwas Energie durch Wärme. Bei diesen Modellen sind es etwa 10 bis 15 Prozent Verlust.
Wenn du die Powerstation an der Steckdose auflädst, zahlst du aktuell etwa 30 bis 40 Cent pro kWh Strom. Eine volle Ladung der Delta Pro (3600 Wh) kostet dich also etwa 1,40 Euro. Die Delta Pro 3 (4096 Wh) etwa 1,60 Euro.
Das ist günstig für den Notfall. Aber zum dauerhaften Heizen absolut keine Option. Da würdest du Unsummen verheizen.
Solar dazu kaufen: Macht das Sinn im Winter?
Im Sommer ja, im Winter eher schwierig. Solarpanels bringen bei schwachem Winterlicht und kurzen Tagen viel weniger Leistung.
Ein 400 Watt Panel bringt im Winter vielleicht 100 bis 150 Watt wenn überhaupt. Du brauchst also 8 bis 10 Stunden Tageslicht um die Delta Pro halbwegs aufzuladen. Das reicht nicht für dauerhaftes Heizen.
Solar ist eine gute Ergänzung, aber keine Lösung für Winterheizung.
Wenn du eine Powerstation für Notfälle willst (Stromausfall 1 bis 3 Tage), ist die normale Delta Pro für 1699 Euro die bessere Wahl. Spart dir 800 Euro und macht alles was du brauchst.
Die Delta Pro 3 für 2499 Euro lohnt sich nur wenn du die extra Leistung wirklich brauchst oder die neueste Technik haben willst.
Für dauerhaftes Heizen im Winter? Vergiss beide. Nimm lieber einen Generator oder sorge dafür, dass deine normale Heizung wieder läuft. Diese Powerstations sind für Überbrückung gedacht, nicht für tagelange Wärmeversorgung.
Aber für Kühlschrank, Licht und Kommunikation sind sie perfekt. Und das ist im Notfall das Wichtigste.
