Mit 18 Jahren vor fünf Investoren stehen, das eigene Startup pitchen und dabei ruhig bleiben, wenn Frank Thelen dazwischenredet. Genau das hat Christopher Luis Zoellner gemacht, Gründer von admark.ai, und seine Geschichte ist ein gutes Stück mehr als nur ein TV-Moment.
Wer die VOX-Show Die Höhle der Löwen kennt, weiß: Dort bekommst du keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Christopher hat diese Chance genutzt, und zwar auf eine Art, die viele überrascht hat.
Die Familiengeschichte dahinter
Christophers älterer Bruder Davis Zoellner war bereits 2021 in der Sendung, damals mit gerade mal 17 Jahren. Mit seinem Produkt MyTaag, einer digitalen Visitenkarte, konnte er Carsten Maschmeyer überzeugen. Der Deal: 50.000 Euro. Kunden wie BMW, Engel & Völkers und DB Schenker folgten.
Christopher war damals 14 Jahre alt und saß zu Hause. Das hat ihn geprägt. Nicht im Sinne von blindem Nacheifern, sondern als echter Antrieb, selbst etwas aufzubauen, das einen echten Bedarf löst. Als er sich dann mit 15 Jahren auf Instagram eine Community von rund 180.000 Followern rund um japanische Sportwagen aufgebaut hatte, merkte er schnell: Social Media kostet verdammt viel Zeit, wenn man es richtig macht.
Sein erster Post kam morgens um 5 Uhr. Danach analysierte er die Zahlen, optimierte den nächsten Beitrag, schrieb Code, testete wieder. Das war kein Hobby mehr. Das war Arbeit.
Was admark.ai wirklich ist
Aus dem eigenen Kinderzimmer in der Nähe von Hamburg heraus hat Christopher eine Software entwickelt, die genau dieses Problem angeht. admark.ai ist kein weiteres Tool, das einfach Texte generiert. Die Plattform kombiniert generative KI mit einem selbst entwickelten, prädiktiven Algorithmus, der datenbasiert Optimierungsvorschläge macht.
Das klingt erstmal technisch, ist aber im Alltag ziemlich praktisch: Du lädst dein Bild hoch, fügst eine Beschreibung hinzu und bekommst von der Software einen errechneten „Erfolgskurs“ für den Post. Der zeigt dir, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Beitrag gut performt. Dazu gibt es konkrete Vorschläge: Textlänge kürzen, weniger Emojis, persönlichere Sprache. Mit einem Klick übernimmt die KI diese Anpassungen direkt.
Was das System von normalen ChatGPT-Lösungen unterscheidet: Die Optimierungsvorschläge kommen nicht aus einem generischen Sprachmodell, sondern aus echten Post-Daten. Aufrufzahlen, Klicks, Kommentare, dazu Bildanalysen wie erkannte Objekte, Gesichter oder geschätztes Alter der abgebildeten Personen. Je mehr Daten das System bekommt, desto präziser wird es.
Neu dazu gekommen ist die Funktion „CommentReplyAI„, die automatisch Antwortvorschläge auf Kommentare formuliert. Du kannst sie annehmen, ändern oder verwerfen. Für Agenturen, die mehrere Kundenkanäle betreuen, ist das ein echter Zeitgewinn.
Der Pitch und die Reaktionen der Löwen
Christopher ging mit einer klaren Ziel in die Show: 200.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Sein Einstieg? Ein Seitenhieb auf den Standort: „Viele Investoren wünschen sich KI Made in Germany. Bei mir bekommen Sie sogar KI Made im Kinderzimmer.“
Das kam an. Ralf Dümmel war sichtlich beeindruckt, nicht nur vom Produkt, sondern von der Art, wie Christopher mit Druck umgeht. Als Frank Thelen ihn unterbrach und bohrende Fragen zur technischen Tiefe stellte, blieb Christopher ruhig, bat darum, ausreden zu dürfen, und lieferte dann seine Antwort.
Thelen blieb skeptisch. Seine Kernfrage: Wo genau liegt die eigene KI-Entwicklung, und wo werden einfach bestehende Modelle wie OpenAI oder andere genutzt? Eine faire Frage in einem Markt, der mit dem Begriff „KI“ manchmal großzügig umgeht.
Christopher antwortete, dass der Optimierungsalgorithmus selbst entwickelt wurde, auf Basis eigener Analyse-Daten. Das sei kein reines Wrapper-Produkt um ein fremdes Modell, sondern eine Eigenentwicklung, die über Serverinfrastruktur im Kinderzimmer läuft. Lernfähig, datenbasiert, skalierbar.
Dümmel stieg am Ende aus, weil es zu weit von seinem Kerngeschäft entfernt war. Maschmeyer zeigte jedoch Interesse, und das aus gutem Grund: Er kennt die Zoellner-Familie bereits, und er weiß, was es bedeutet, wenn jemand aus dieser Familie mit Zahlen aufwartet.
Erste Monatsumsätze: 20.000 Euro realisiert, weitere 24.000 Euro als Absichtserklärungen gesichert. Kunden darunter eine Auslandskrankenversicherung aus Hamburg und mehrere Hotels.
Was Social-Media-Teams aus dem Pitch mitnehmen können
Unabhängig davon, ob du das Tool nutzen willst oder nicht, steckt in Christophers Ansatz eine Denkweise, die praktisch ist:
- Zeitaufwand messen, nicht schätzen. Wer 20 Posts pro Monat erstellt, investiert schnell 30 Stunden dafür. Automatisierung kann das auf rund 6 bis 7 Stunden drücken.
- Optimierungsvorschläge sollten datenbasiert sein, nicht aus dem Bauch heraus. Textlänge, Emoji-Anzahl, Ton des Textes, all das lässt sich messen und verbessern.
- Skalierung braucht Systeme. Christopher hat ein 6-köpfiges Team aufgebaut, 3 fest in Hamburg, 3 als Freelancer. Das reicht, um einen professionellen Betrieb zu fahren, wenn die Software die schwere Arbeit übernimmt.
Du kannst admark.ai 7 Tage kostenlos testen. Der Standard-Tarif startet ab 49,99 Euro im Monat. Mehr Infos und eine detaillierte Einschätzung des Tools gibt es auch bei KI-BUZZER.
FAQ zu admark.ai und dem Höhle-der-Löwen-Auftritt
Hat Christopher Zoellner einen Deal bekommen?
Das war zum Zeitpunkt des Drehs noch offen. Maschmeyer zeigte Interesse, Dümmel und Thelen stiegen aus. Ob ein finaler Deal zustande kam, wird in der ausgestrahlten Folge geklärt.
Was unterscheidet admark.ai von ChatGPT?
ChatGPT generiert Text auf Basis von Sprachmustern. admark.ai kombiniert das mit einem eigenen Algorithmus, der auf echten Performance-Daten basiert. Die Optimierungsvorschläge kommen also nicht aus einem allgemeinen Sprachmodell, sondern aus Post-Analysen echter Social-Media-Kanäle.
Ist admark.ai nur für große Unternehmen?
Nein. Der Einstiegspreis liegt bei 49,99 Euro pro Monat, und das Tool richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Agenturen mit mehreren Kunden.
Wer steckt hinter admark.ai?
Christopher Luis Zoellner, 18 Jahre alt, Gründer und Geschäftsführer. Sein Bruder Davis Zoellner war 2021 mit MyTaag ebenfalls in der Höhle der Löwen und hat damals einen Deal mit Carsten Maschmeyer abgeschlossen.
Wie funktioniert der Algorithmus technisch?
Der selbst entwickelte Algorithmus analysiert Faktoren wie Textlänge, Emotionalität des Textes, Bildinhalt und historische Performance-Daten. Daraus errechnet er Optimierungsvorschläge und einen Erfolgskurs für jeden Post. Das System lernt mit steigender Datenmenge dazu.
