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1KOMMA5°: Das smarte Energiesystem im Überblick

1KOMMA5° kombiniert Solaranlage, Wärmepumpe, Speicher und KI zu einem System. Wie das funktioniert, was es kostet und für wen es passt.

Sonne aufs Dach, Wärmepumpe im Keller, E-Auto in der Garage und am Ende soll das Ganze auch noch zusammenarbeiten. Genau an diesem Punkt kommt 1KOMMA5° ins Spiel.

Das Unternehmen verbindet Hardware, Handwerk und eine eigene KI namens Heartbeat zu einem Gesamtsystem, das den Stromverbrauch im Haus automatisch steuert. In diesem Beitrag schauen wir uns ruhig und nüchtern an, was hinter der Marke steckt, wie das System technisch funktioniert und worauf du achten solltest, bevor du dich entscheidest.

Was steckt hinter 1KOMMA5°?

Das Unternehmen wurde 2021 gegründet und hat seinen Sitz in Hamburg. Gründer und CEO ist Philipp Schröder, der zuvor unter anderem bei Tesla und Sonnen tätig war. Inzwischen ist 1KOMMA5° in sieben Ländern aktiv, beschäftigt rund 3.000 Menschen weltweit und betreut nach eigenen Angaben über 120.000 Haushalte mit einem eigenen Energiesystem.

Der Name ist Programm: 1,5 Grad ist die Marke aus dem Pariser Klimaabkommen, die als kritische Grenze für die globale Erwärmung gilt. Bis 2030 möchte das Unternehmen 1,5 Millionen Gebäude auf erneuerbare Energien umstellen. Statt einzelne Komponenten zu verkaufen, setzt das Modell auf ein integriertes Paket aus Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe, Wallbox und dynamischem Stromtarif. Alles wird durch eine zentrale Software gesteuert.

Bekannt wurde die Marke durch Auftritte in Sendungen wie der Tagesschau, im Handelsblatt oder bei Markus Lanz. Auch das Wachstum ist auffällig: Innerhalb weniger Jahre hat 1KOMMA5° über 80 regionale Meisterbetriebe unter einem Dach gebündelt. Das ist ungewöhnlich, denn klassischerweise ist die Solarbranche stark zersplittert. Für dich bedeutet das: Du bekommst Planung, Installation und Service aus einer Hand, hast aber trotzdem einen lokalen Ansprechpartner vor Ort.

Wie funktioniert das Energiesystem technisch?

Das Herzstück ist die hauseigene KI Heartbeat. Sie verbindet alle Komponenten miteinander und entscheidet in Echtzeit, wann welcher Verbraucher Strom bekommt. Klingt abstrakt, ist im Alltag aber ziemlich konkret. Ein Beispiel: Nachts weht oft viel Wind, dadurch ist Netzstrom an der Börse günstig. Die KI lädt dann den Speicher voll, sodass die Wärmepumpe am Morgen mit billigem Strom heizen kann. Mittags, wenn die Sonne aufs Dach knallt, geht der Solarstrom direkt ins Auto an der Wallbox.

Möglich wird das durch den dynamischen Stromtarif Dynamic Pulse. Anders als bei einem klassischen Festpreis-Tarif zahlst du hier den aktuellen Börsenpreis plus eine kleine Marge. In windreichen Stunden kann der Preis auf 0 Cent pro Kilowattstunde fallen, manchmal sogar in den negativen Bereich rutschen. Die KI nutzt genau diese Fenster automatisch aus, ohne dass du selbst eine App-Steuerung übernehmen musst.

Damit das funktioniert, brauchst du ein paar bauliche Voraussetzungen: einen modernen Zählerschrank, einen Smart Meter und am besten alle Komponenten aus einem System, damit sie sauber kommunizieren. Wer schon eine bestehende PV-Anlage hat, kann in vielen Fällen nachrüsten, in manchen Konstellationen ist aber ein kompletter Neuaufbau sinnvoller.

Die Komponenten im direkten Vergleich

Damit du einen Überblick bekommst, was zum Gesamtpaket gehört, hier eine kompakte Übersicht:

KomponenteFunktionNutzen im System
Solaranlage (Full Black)Stromproduktion auf dem DachBis zu 30 Jahre günstiger Eigenstrom
StromspeicherZwischenlagerung von EnergieSpeichert Solarstrom & günstigen Nachtstrom
WärmepumpeHeizen und WarmwasserBis zu 80 % günstiger als Öl oder Gas
WallboxLaden des E-AutosLädt bevorzugt mit Solarstrom
Heartbeat AISteuerungssoftwareOptimiert Energieflüsse automatisch
Dynamic PulseDynamischer StromtarifStrom zeitweise ab 0 Cent/kWh

Die Kombination macht den Unterschied. Eine reine Solaranlage spart dir Geld bei der Stromrechnung. Eine Wärmepumpe spart dir Heizkosten. Erst wenn beides plus Speicher plus intelligente Steuerung zusammenkommt, entstehen die Sparpotenziale, die das Unternehmen kommuniziert.

Was kostet das Ganze und was bringt es?

Pauschale Preise sind schwierig, weil jedes Haus anders ist. Eine grobe Richtgröße: Eine PV-Anlage mit Speicher liegt je nach Größe zwischen 15.000 und 25.000 Euro, eine Wärmepumpe kommt mit etwa 25.000 bis 35.000 Euro dazu, abhängig von Heizlast und Förderung. Wer das volle Paket nimmt, landet schnell bei 40.000 bis 60.000 Euro vor Förderung.

Auf der Einsparseite zeigen Kundenbeispiele wie Carsten Klinge eine jährliche Ersparnis von rund 3.500 Euro bei Strom, Heizung und Spritkosten. Hochgerechnet auf 20 Jahre können daraus 34.000 Euro Plus werden. Das sind allerdings Beispielwerte, keine Garantie. Wer ein gut gedämmtes Haus, ein E-Auto und einen hohen Stromverbrauch hat, profitiert am stärksten. In schlecht gedämmten Altbauten oder bei niedrigen Verbräuchen fällt die Rechnung anders aus.

Checkliste: Passt 1KOMMA5° zu deinem Zuhause?

Bevor du ein Angebot anforderst, geh diese Punkte einmal durch:

  • [ ] Eigentum am Haus oder klare Absprache mit dem Vermieter
  • [ ] Dachfläche mit ausreichend Süd-, Ost- oder Westausrichtung
  • [ ] Heizung älter als 15 Jahre oder Tauschbedarf absehbar
  • [ ] Stromverbrauch über 3.500 kWh pro Jahr
  • [ ] Interesse an einem E-Auto in den nächsten Jahren
  • [ ] Bereitschaft, einen dynamischen Tarif zu nutzen
  • [ ] Smart-Meter-fähiger Zählerschrank vorhanden oder nachrüstbar
  • [ ] Budget oder Finanzierung für eine größere Anfangsinvestition
  • [ ] Wunsch nach möglichst wenig manueller Steuerung im Alltag

Je mehr Häkchen, desto eher passt das Konzept zu dir. Bei zwei oder drei Punkten lohnt sich der Schritt vielleicht zunächst über eine reine Solaranlage, später lässt sich Wärmepumpe oder Wallbox ergänzen.

Stärken und Schwächen ehrlich betrachtet

Was klar für das System spricht: alles aus einer Hand, automatische Steuerung, regionale Handwerksbetriebe, ein klares Konzept für die Energiewende im Eigenheim. Auch der dynamische Tarif ist ein echter Hebel, weil er Sparpotenzial freisetzt, das mit klassischem Festpreis-Strom gar nicht erreichbar wäre.

Schwächer ist das Modell, wenn du extrem individuelle Lösungen suchst oder einzelne Komponenten von verschiedenen Anbietern kombinieren willst. Auch die Abhängigkeit vom Börsenstrompreis bedeutet: In Phasen mit dauerhaft hohen Preisen, etwa im Winter ohne Wind, kann der dynamische Tarif teurer werden als ein günstiger Festpreis. Wer das Risiko nicht möchte, sollte das im Beratungsgespräch ansprechen.

Fazit

Wenn du ein Eigenheim hast, die Heizung sowieso bald tauschen musst und dir ein vernetztes, weitgehend automatisches System wichtig ist, bietet 1KOMMA5° eines der durchdachtesten Komplettpakete auf dem deutschen Markt.

Der größte Vorteil ist nicht eine einzelne Komponente, sondern das Zusammenspiel: Solaranlage, Speicher, Wärmepumpe und Tarif greifen ineinander und werden zentral gesteuert. Wer das Maximum aus Sonne und Wind herausholen möchte, ohne sich ständig selbst mit Tarifen und Lastmanagement zu beschäftigen, findet hier einen praktikablen Weg in die eigene Energiewende.

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